Pastís d’Onda de verdures

Geschlossene Gemüsepastete

Geschlossene, knusprig gebackene Gemüsepastete aus Onda mit dünnem Öl-Bier-Teig, gedünsteter Zwiebel, Tomate, Mangold, Spinat und hart gekochtem Ei.

Zum Rezept
Pastís d’Onda de verdures
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 45 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge Stücke (6–8)
Gerichtsform und Gerichtsart Herzhafte Pasteten und Tartes
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Öl-Bier-Teig lässt sich dünn ausrollen und wird im Ofen knusprig und goldbraun.
  • Das langsame Dünsten von Zwiebel, Tomate, Mangold und Spinat konzentriert die Aromen und macht die Füllung weich.
  • Die abgekühlte Füllung verhindert, dass der Teig vor dem Backen durchweicht.
  • Das gehackte hart gekochte Ei sorgt für Struktur und einen herzhaften, sättigenden Kontrast zum Gemüse.

Der Pastís d’Onda de verdures ist eine herzhafte, geschlossene Teigpastete aus Onda in der Comunitat Valenciana. Der mit Olivenöl und hellem Bier zubereitete Teig wird dünn ausgerollt, mit einer weich gedünsteten Gemüsefüllung belegt, gefaltet und goldbraun gebacken. Hart gekochte Eier geben der Füllung zusätzliche Struktur. In Stücke geschnitten schmeckt die Pastete warm oder lauwarm.

Außen knusprig und mürbe, innen weich und saftig mit süßlich gedünsteter Zwiebel, frischer Tomate, erdigem Mangold, zartem Spinat und mildem Ei.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Eier hart kochen

    Die zwei Eier für die Füllung in einem kleinen Topf mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen und 9–10 Minuten hart kochen. Kalt abschrecken, vollständig abkühlen lassen, pellen und grob hacken.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Eiweiß ist fest und das Eigelb vollständig gestockt.

    • Die Eier nach dem Kochen sofort kalt abschrecken, damit sie sich leichter schälen lassen.
  2. Teig zubereiten

    Mehl und Teigsalz in eine Schüssel geben. Teigöl und Bier dazugießen und alles zunächst mit einem Löffel, danach mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Etwa 10 Minuten weiterkneten, bis der Teig geschmeidig ist. Abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, geschmeidig und lässt sich zu einer zusammenhängenden Kugel formen.

    • Nur so viel zusätzliches Mehl verwenden, dass der Teig nicht stark klebt; zu viel Mehl macht die Teighülle härter.
  3. Gemüse schneiden

    Zwiebel schälen und fein würfeln. Tomaten ebenfalls klein würfeln. Mangold waschen, die dicken Stiele entfernen und Blätter sowie Stiele fein schneiden. Spinat waschen und grob hacken.

    15 Minuten
    • Die Mangoldstiele besonders fein schneiden, damit sie in der kurzen Garzeit weich werden.
  4. Füllung garen

    Das Füllungsöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig dünsten. Tomaten hinzufügen und 5–7 Minuten einkochen lassen. Mangold und Spinat unterheben und 3–4 Minuten mitgaren, bis das Gemüse zusammenfällt. Mit dem Füllungssalz würzen und die Pfanne vom Herd nehmen. Die Füllung 10–15 Minuten abkühlen lassen, damit der Teig später nicht durchweicht.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist zusammengefallen, die Flüssigkeit weitgehend reduziert und die Füllung nicht mehr dampfend heiß.

    • Die Füllung sollte weich, aber nicht flüssig sein. Bei Bedarf noch kurz offen weitergaren.
  5. Backofen vorbereiten

    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft sind 180 °C ausreichend. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

    200 °C
    • Das Vorheizen kann beginnen, während die Füllung abkühlt.
  6. Teig ausrollen und füllen

    Den Teig auf leicht bemehltem Backpapier sehr dünn zu einem Rechteck von etwa 30 × 40 cm ausrollen. Das Rechteck auf das Backblech ziehen. Die abgekühlte Gemüsefüllung auf einer Hälfte verteilen, dabei rundherum etwa 2 cm Rand frei lassen. Die gehackten Eier gleichmäßig darüberstreuen.

    Daran erkennst du es: Die Füllung liegt gleichmäßig auf einer Teighälfte und der Rand bleibt frei.

    • Die Füllung nicht bis an den Rand schieben, damit die Teighülle sicher verschlossen werden kann.
  7. Pastete verschließen

    Die freie Teighälfte über die Füllung schlagen. Die Ränder fest zusammendrücken und mit den Fingern zu einem schmalen Rand rollen oder leicht eindrehen. In die Mitte zwei kleine Öffnungen stechen. Das Ei zum Bestreichen mit einer Gabel verquirlen und die Oberfläche damit bepinseln.

    Daran erkennst du es: Die Ränder sind rundum geschlossen und die Oberfläche gleichmäßig mit Ei bestrichen.

    • Die Öffnungen lassen Dampf entweichen und helfen, eine aufgeplatzte Teighülle zu vermeiden.
  8. Goldbraun backen

    Den Pastís d’Onda 35–40 Minuten backen, bis die Teighülle goldbraun und knusprig ist.

    40 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist gleichmäßig goldbraun und die Teigränder wirken trocken und knusprig.

    • Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, die Pastete locker mit Backpapier abdecken.
  9. Vor dem Anschneiden ruhen lassen

    Die gebackene Pastete aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend warm oder lauwarm in Stücke schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Füllung hat sich etwas gesetzt und lässt sich schneiden, ohne aus der Teighülle zu laufen.

    • Lauwarm lässt sich die Pastete besonders sauber portionieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Füllung abkühlen: Die Gemüsefüllung vor dem Füllen deutlich abkühlen lassen. Eine sehr heiße oder zu feuchte Füllung kann den dünnen Teig durchweichen.
  • Teig dünn ausrollen: Die Teighülle sollte dünn, aber noch stabil genug zum Falten und Verschließen sein. Zu dicker Teig bleibt im Inneren eher weich.
  • Dampf entweichen lassen: Zwei kleine Öffnungen in der oberen Teighälfte verhindern, dass sich beim Backen zu viel Dampf unter der Hülle staut.

Zutatenwissen

Mangold vorbereiten

Die dicken Stiele entfernen und Blätter sowie verbleibende Stiele fein schneiden, damit alle Bestandteile gleichmäßig garen.

Salz getrennt abmessen

Teigsalz und Füllungssalz bleiben als getrennte Mengen erhalten und werden jeweils in ihrem vorgesehenen Zubereitungsschritt verwendet.

Bier im Teig

Helles Bier liefert Flüssigkeit und unterstützt einen lockeren, gut ausrollbaren Öl-Bier-Teig.

Sinnvolle Alternativen

alkoholfreies helles Bier oder Mineralwasser mit Kohlensäure

Mit alkoholfreiem Bier bleibt das Aromaprofil ähnlich; Mineralwasser macht den Teig neutraler und kann ihn etwas weniger malzig schmecken lassen.

150 ml alkoholfreies helles Bier oder Mineralwasser mit Kohlensäure anstelle des hellen Biers zum Mehl und Salz geben. Zusammen mit dem Olivenöl zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten.

zusätzlicher frischer Spinat

Die Füllung wird zarter und enthält weniger Biss, weil die festen Mangoldstiele fehlen.

Den zusätzlichen Spinat wie den vorhandenen Spinat waschen, grob hacken und erst gegen Ende zum Gemüse geben.

Olivenöl

Die Oberfläche wird goldgelb und knusprig, aber meist etwas weniger glänzend als mit Ei.

Die Oberfläche vor dem Backen dünn mit Olivenöl bepinseln.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Teighülle wird am Boden weich oder reißt.

Tomaten einkochen lassen und Mangold sowie Spinat nur so lange garen, bis sie zusammenfallen. Die Füllung anschließend 10–15 Minuten abkühlen lassen.

Bei einer bereits gefüllten, aber noch ungebackenen Pastete überschüssige Flüssigkeit vorsichtig abnehmen und die Ränder besonders gut verschließen.

Die Pastete bleibt innen teigig und wird außen schon dunkel.

Das Rechteck gleichmäßig auf etwa 30 × 40 cm ausrollen und die Füllung nicht zu hoch aufschichten.

Die Pastete bei etwas niedrigerer Temperatur weiterbacken, bis die Teighülle vollständig durchgegart ist.

Beim Backen tritt Füllung an den Seiten aus.

Rundherum etwa 2 cm Rand frei lassen, die Kanten trocken halten und sie kräftig zusammendrücken sowie einrollen.

Kleine Risse während des Backens vorsichtig mit einem Stück Teig oder Backpapier abdecken; größere Öffnungen lassen sich nach dem Backen nicht vollständig reparieren.

Die Oberfläche wird zu dunkel, bevor der Teig knusprig ist.

Die Temperatur einhalten und die Pastete bei Bedarf nach dem ersten starken Bräunen locker abdecken.

Mit Backpapier abdecken und bei reduzierter Temperatur fertig backen.

Varianten

Vegane Gemüsevariante

Die Füllung wird ohne hart gekochte Eier zubereitet und die Teigoberfläche mit Olivenöl statt Ei bestrichen.

Kräuterbetonte Variante

Die Gemüsefüllung erhält zusätzlich eine deutlich kräuterige Note.

Spinatbetonte Variante

Der Mangold wird vollständig durch Spinat ersetzt, wodurch die Füllung weicher und homogener wird.

Servieren und kombinieren

  • Warm oder lauwarm servieren: Die Pastete nach der Ruhezeit in Stücke schneiden und warm oder lauwarm servieren. Lauwarm lässt sie sich besonders sauber portionieren.
  • Mit einem einfachen Salat: Ein knackiger grüner Salat oder ein Tomatensalat bringt Frische zur knusprigen Teighülle und der weichen Gemüsefüllung.
  • In handliche Stücke schneiden: Für ein Buffet oder Picknick die Pastete vollständig abkühlen lassen und in kleinere Stücke schneiden.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Gemüsefüllung kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Teig ebenfalls abgedeckt kühlen und vor dem Ausrollen kurz temperieren lassen. Die gefüllte Pastete möglichst erst kurz vor dem Backen zusammensetzen.

Aufbewahren

Die gebackene Pastete vollständig auskühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren wieder erwärmen, damit die Teighülle erneut knuspriger wird.

Wegen der Gemüsefüllung und der Eier nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Die Ausgangsgrundlage enthält keine belastbare Einfrier- und Auftauanleitung.

Aufwärmen

  • Backofen: Kalte Stücke auf ein Blech legen und im vorgeheizten Backofen erwärmen, bis die Füllung heiß und die Teighülle wieder knusprig ist.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl ist ausdrücklich enthalten; das Bier kann zusätzlich aus glutenhaltigem Getreide hergestellt sein.
  • Eier: enthält · Eier werden sowohl in der Füllung als auch zum Bestreichen verwendet.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Stücke ergibt das Rezept?

Das Rezept ergibt etwa 6–8 Stücke. Für die Struktur der Rezeptdaten wird eine mittlere Basis von 7 Stücken verwendet.

Kann das Bier im Teig ersetzt werden?

Ja. Helles alkoholfreies Bier oder Mineralwasser mit Kohlensäure kann in derselben Menge verwendet werden. Mit Mineralwasser wird der Geschmack neutraler.

Wird der Pastís d’Onda warm oder lauwarm serviert?

Beides ist möglich. Warm ist die Teighülle besonders knusprig; lauwarm lässt sich die Pastete meist sauberer schneiden.

Kann die Füllung vorbereitet werden?

Ja. Die Gemüsefüllung kann bis zu 24 Stunden vorher zubereitet, vollständig abgekühlt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Aus unserer Küche

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