Bunyols de les Verges

Warme Süßspeise aus den Balearen

Mallorquinische, ringförmig geformte Hefeteiggebäcke aus Kartoffeln, Süßkartoffeln, Weizenmehl und Ei, die in heißem Öl goldbraun frittiert und warm mit Zucker bestreut werden.

Zum Rezept
Bunyols de les Verges aus Mallorca
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 15 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 60 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 12 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Süße Teiggebäcke
Prägende Zutatenfamilie Eier, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)
Anlasskontext Ritueller oder religiöser Anlass

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Kartoffeln und Süßkartoffeln halten den Hefeteig innen weich und saftig.
  • Das Gehenlassen lockert den klebrigen Teig und sorgt für eine luftigere Krume.
  • Das Loch in der Mitte lässt die Bunyols gleichmäßiger durchgaren und vergrößert die knusprige Oberfläche.

Bunyols de les Verges sind eine mallorquinische Süßspeise mit charakteristischem Loch in der Mitte. Kartoffeln und Süßkartoffeln geben dem weichen Hefeteig eine saftige Struktur, während das Frittieren für eine goldbraune, knusprige Oberfläche sorgt. Die Bunyols werden traditionell mit der saisonalen Zeit rund um Les Verges und Allerheiligen verbunden und schmecken frisch und noch warm am besten.

Außen goldbraun und knusprig, innen weich, locker und leicht saftig mit mildem Kartoffelaroma; der Zucker setzt einen einfachen, klaren süßen Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kartoffeln garen

    Kartoffeln und Süßkartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht siedendem Wasser 20 bis 30 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen und so weit abkühlen lassen, dass du sie anfassen kannst.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Knollen lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.

    • Das Garen mit Schale schützt das Innere vor zu viel Wasseraufnahme.

    Wichtig: Das heiße Kochwasser vorsichtig abgießen.

  2. Püree vorbereiten

    Kartoffeln und Süßkartoffeln pellen und möglichst fein zerdrücken. Das Püree in die große Schüssel geben und vollständig ausdampfen lassen, damit der Teig später nicht unnötig weich wird.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Püree ist fein und nicht mehr sichtbar dampfend.

    • Je trockener und feiner das Püree ist, desto besser lässt sich der Teig später formen.
  3. Hefeteig mischen

    Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Die Hefemischung zum Püree geben und verrühren. Anschließend die Eier einzeln unterarbeiten. Das Mehl nach und nach einmischen, bis ein weicher, klebriger und gleichmäßiger Teig entsteht.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig, weich und klebrig, aber ohne trockene Mehlstellen.

    • Das Mehl nicht auf einmal zugeben, damit die weiche Teigkonsistenz erhalten bleibt.
  4. Teig ruhen lassen

    Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und den Teig 60 Minuten an einem zugfreien Ort ruhen lassen. Er soll sichtbar aufgehen und deutlich luftiger werden.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt deutlich luftiger.

    • Eine zugfreie, nicht zu kalte Stelle unterstützt das Aufgehen.
  5. Öl erhitzen

    Das Öl in einem hohen Topf oder einer tiefen Pfanne auf 170 bis 175 °C erhitzen. Während das Öl heiß wird, eine Schüssel mit kaltem Wasser für die Hände bereitstellen.

    10 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl liegt stabil im Bereich von 170 bis 175 °C.

    • Die Öltemperatur während des Frittierens regelmäßig kontrollieren.

    Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und Wasser niemals direkt in das heiße Öl geben.

  6. Bunyols formen

    Beide Hände befeuchten. Mit einer Hand eine Portion Teig nehmen und sie zwischen Daumen und Zeigefinger leicht nach außen drücken. Das austretende Stück mit der anderen nassen Hand greifen, mit dem Daumen ein Loch hinein drücken und den Ring vorsichtig ins heiße Öl setzen. Auf diese Weise insgesamt etwa 12 Bunyols formen.

    10 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Jeder Teigring hat ein deutliches Loch und bleibt beim Einsetzen möglichst geschlossen.

    • Die Hände vor jeder neuen Portion erneut befeuchten, damit der klebrige Teig nicht an den Fingern haftet.

    Wichtig: Die Teigringe vorsichtig ins Öl setzen, um Spritzer zu vermeiden.

  7. Bunyols frittieren

    Die Bunyols portionsweise frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite braten, bis sie rundum goldbraun sind und der Teig durchgegart ist. Vorsichtig mit dem Schaumlöffel wenden.

    5 Minuten 172.5 °C

    Daran erkennst du es: Die Bunyols sind rundum goldbraun und der Teig ist im Inneren durchgegart.

    • Nicht zu viele Bunyols gleichzeitig frittieren, damit die Öltemperatur nicht stark abfällt.

    Wichtig: Mit dem Schaumlöffel langsam wenden und herausheben; heißes Öl kann spritzen.

  8. Abtropfen und servieren

    Die Bunyols aus dem Öl heben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit Zucker bestreuen und direkt servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nicht mehr stark ölig und der Zucker haftet noch am warmen Gebäck.

    • Den Zucker möglichst unmittelbar nach dem Abtropfen aufstreuen.

    Wichtig: Die Bunyols vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, damit der heiße Teig nicht verbrennt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Weicher Teig ist beabsichtigt: Der Teig bleibt weich und klebrig. Nicht vorschnell zusätzliches Mehl einarbeiten, weil die Bunyols sonst kompakter werden können.
  • Öltemperatur stabil halten: Die Bunyols portionsweise frittieren. Zu viele Teigringe auf einmal kühlen das Öl ab und können zu einer fettigeren Oberfläche führen.
  • Frisch servieren: Die Bunyols entfalten ihre beste Kombination aus knuspriger Oberfläche, weichem Inneren und anhaftendem Zucker direkt nach dem Frittieren.

Zutatenwissen

Kartoffeln gut ausdampfen lassen

Nach dem Garen sollte das Püree vollständig ausdampfen. Überschüssige Feuchtigkeit macht den Teig unnötig weich und erschwert das Formen.

Mehl nach und nach zugeben

Type 550 oder ein backstarkes Mehl wird schrittweise eingearbeitet, bis ein weicher, klebriger und gleichmäßiger Teig entsteht.

Wasser nur lauwarm verwenden

Das Wasser zum Auflösen der Hefe soll lauwarm sein, damit die Hefe in den Teig eingearbeitet werden kann.

Sinnvolle Alternativen

Kartoffeln

Die Bunyols werden weniger süß und etwas kartoffelbetonter; die Farbe des Inneren kann heller ausfallen.

Die Süßkartoffeln durch 250 g zusätzliche Kartoffeln ersetzen. Die Kartoffeln nach dem Garen besonders gründlich ausdampfen lassen und die Teigkonsistenz prüfen.

Trockenhefe

Das Aroma und die Triebkraft können je nach Produkt leicht abweichen.

Trockenhefe nach Packungsangabe verwenden und mit dem Mehl oder der vorgesehenen Flüssigkeit einarbeiten. Die Gehzeit nach dem sichtbaren Aufgehen des Teigs beurteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig lässt sich kaum greifen und zerläuft stark.

Das Püree vollständig ausdampfen lassen und das Mehl nach und nach einarbeiten.

Den Teig kurz weiter ruhen lassen und nur bei Bedarf sehr wenig zusätzliches Mehl einarbeiten; die Bunyols anschließend mit gut befeuchteten Händen formen.

Die Bunyols werden blass und saugen viel Öl auf.

Das Öl auf 170 bis 175 °C bringen und portionsweise frittieren.

Die nächste Portion erst einsetzen, wenn die Zieltemperatur wieder erreicht ist.

Die Oberfläche ist bereits dunkel, während der Teig innen noch nicht durchgegart ist.

Die Öltemperatur kontrollieren und gleichmäßige, nicht zu große Ringe formen.

Die Hitze reduzieren und die folgenden Bunyols kleiner formen; bereits dunkle Stücke nicht weiter stark bräunen.

Varianten

Bunyols nur mit Kartoffeln

Eine schlichtere Variante mit Kartoffeln als alleiniger Knollenbasis.

Zimt-Zucker zum Bestreuen

Der Zucker wird mit etwas Zimt vermischt und als aromatischer Abschluss verwendet.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch warm mit Zucker: Die Bunyols frisch und noch warm mit Zucker bestreut servieren.
  • Zu Kaffee oder Tee: Die warmen Bunyols als süße Begleitung zu Kaffee oder Tee reichen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die Qualität von frisch frittierten Bunyols nimmt durch Einfrieren voraussichtlich ab; sie schmecken direkt nach der Zubereitung am besten.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide, Weizen: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält drei Eier.

Lebensmittelsicherheit

  • Heißes Öl: Das Öl vorsichtig erhitzen und die Teigringe langsam einsetzen. Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und Wasser niemals direkt in das Öl geben.
  • Durchgaren des Teigs: Die Bunyols portionsweise frittieren, bis sie rundum goldbraun sind und der Teig im Inneren durchgegart ist.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie klebrig soll der Teig sein?

Der Teig soll weich, klebrig und gleichmäßig sein. Die Hände werden zum Formen wiederholt mit kaltem Wasser befeuchtet; zusätzliches Mehl sollte nur sehr sparsam eingearbeitet werden.

Warum haben die Bunyols ein Loch?

Das Loch ist charakteristisch für diese Bunyols und hilft dabei, die Teigringe beim Frittieren gleichmäßiger durchzugaren.

Welche Öltemperatur ist richtig?

Das Öl sollte während des Frittierens möglichst stabil zwischen 170 und 175 °C liegen. Deshalb die Bunyols portionsweise ausbacken.

Wann schmecken Bunyols de les Verges am besten?

Am besten schmecken sie frisch frittiert, kurz auf Küchenpapier abgetropft und noch warm mit Zucker bestreut.

Aus unserer Küche

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