Kartoffeln gut ausdampfen lassen
Nach dem Garen sollte das Püree vollständig ausdampfen. Überschüssige Feuchtigkeit macht den Teig unnötig weich und erschwert das Formen.
Warme Süßspeise aus den Balearen
Mallorquinische, ringförmig geformte Hefeteiggebäcke aus Kartoffeln, Süßkartoffeln, Weizenmehl und Ei, die in heißem Öl goldbraun frittiert und warm mit Zucker bestreut werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Bunyols de les Verges sind eine mallorquinische Süßspeise mit charakteristischem Loch in der Mitte. Kartoffeln und Süßkartoffeln geben dem weichen Hefeteig eine saftige Struktur, während das Frittieren für eine goldbraune, knusprige Oberfläche sorgt. Die Bunyols werden traditionell mit der saisonalen Zeit rund um Les Verges und Allerheiligen verbunden und schmecken frisch und noch warm am besten.
Außen goldbraun und knusprig, innen weich, locker und leicht saftig mit mildem Kartoffelaroma; der Zucker setzt einen einfachen, klaren süßen Abschluss.
Schritt für Schritt
Kartoffeln und Süßkartoffeln gründlich waschen und mit Schale in leicht siedendem Wasser 20 bis 30 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen und so weit abkühlen lassen, dass du sie anfassen kannst.
Daran erkennst du es: Die Knollen lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel einstechen.
Wichtig: Das heiße Kochwasser vorsichtig abgießen.
Kartoffeln und Süßkartoffeln pellen und möglichst fein zerdrücken. Das Püree in die große Schüssel geben und vollständig ausdampfen lassen, damit der Teig später nicht unnötig weich wird.
Daran erkennst du es: Das Püree ist fein und nicht mehr sichtbar dampfend.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Die Hefemischung zum Püree geben und verrühren. Anschließend die Eier einzeln unterarbeiten. Das Mehl nach und nach einmischen, bis ein weicher, klebriger und gleichmäßiger Teig entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig, weich und klebrig, aber ohne trockene Mehlstellen.
Die Schüssel mit einem sauberen Tuch abdecken und den Teig 60 Minuten an einem zugfreien Ort ruhen lassen. Er soll sichtbar aufgehen und deutlich luftiger werden.
Daran erkennst du es: Der Teig ist sichtbar aufgegangen und wirkt deutlich luftiger.
Das Öl in einem hohen Topf oder einer tiefen Pfanne auf 170 bis 175 °C erhitzen. Während das Öl heiß wird, eine Schüssel mit kaltem Wasser für die Hände bereitstellen.
Daran erkennst du es: Das Öl liegt stabil im Bereich von 170 bis 175 °C.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und Wasser niemals direkt in das heiße Öl geben.
Beide Hände befeuchten. Mit einer Hand eine Portion Teig nehmen und sie zwischen Daumen und Zeigefinger leicht nach außen drücken. Das austretende Stück mit der anderen nassen Hand greifen, mit dem Daumen ein Loch hinein drücken und den Ring vorsichtig ins heiße Öl setzen. Auf diese Weise insgesamt etwa 12 Bunyols formen.
Daran erkennst du es: Jeder Teigring hat ein deutliches Loch und bleibt beim Einsetzen möglichst geschlossen.
Wichtig: Die Teigringe vorsichtig ins Öl setzen, um Spritzer zu vermeiden.
Die Bunyols portionsweise frittieren, damit die Öltemperatur stabil bleibt. Etwa 2 bis 3 Minuten pro Seite braten, bis sie rundum goldbraun sind und der Teig durchgegart ist. Vorsichtig mit dem Schaumlöffel wenden.
Daran erkennst du es: Die Bunyols sind rundum goldbraun und der Teig ist im Inneren durchgegart.
Wichtig: Mit dem Schaumlöffel langsam wenden und herausheben; heißes Öl kann spritzen.
Die Bunyols aus dem Öl heben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm mit Zucker bestreuen und direkt servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nicht mehr stark ölig und der Zucker haftet noch am warmen Gebäck.
Wichtig: Die Bunyols vor dem Servieren kurz abkühlen lassen, damit der heiße Teig nicht verbrennt.
Gut zu wissen
Nach dem Garen sollte das Püree vollständig ausdampfen. Überschüssige Feuchtigkeit macht den Teig unnötig weich und erschwert das Formen.
Type 550 oder ein backstarkes Mehl wird schrittweise eingearbeitet, bis ein weicher, klebriger und gleichmäßiger Teig entsteht.
Das Wasser zum Auflösen der Hefe soll lauwarm sein, damit die Hefe in den Teig eingearbeitet werden kann.
Die Bunyols werden weniger süß und etwas kartoffelbetonter; die Farbe des Inneren kann heller ausfallen.
Die Süßkartoffeln durch 250 g zusätzliche Kartoffeln ersetzen. Die Kartoffeln nach dem Garen besonders gründlich ausdampfen lassen und die Teigkonsistenz prüfen.
Das Aroma und die Triebkraft können je nach Produkt leicht abweichen.
Trockenhefe nach Packungsangabe verwenden und mit dem Mehl oder der vorgesehenen Flüssigkeit einarbeiten. Die Gehzeit nach dem sichtbaren Aufgehen des Teigs beurteilen.
Das Püree vollständig ausdampfen lassen und das Mehl nach und nach einarbeiten.
Den Teig kurz weiter ruhen lassen und nur bei Bedarf sehr wenig zusätzliches Mehl einarbeiten; die Bunyols anschließend mit gut befeuchteten Händen formen.
Das Öl auf 170 bis 175 °C bringen und portionsweise frittieren.
Die nächste Portion erst einsetzen, wenn die Zieltemperatur wieder erreicht ist.
Die Öltemperatur kontrollieren und gleichmäßige, nicht zu große Ringe formen.
Die Hitze reduzieren und die folgenden Bunyols kleiner formen; bereits dunkle Stücke nicht weiter stark bräunen.
Eine schlichtere Variante mit Kartoffeln als alleiniger Knollenbasis.
Der Zucker wird mit etwas Zimt vermischt und als aromatischer Abschluss verwendet.
Die Qualität von frisch frittierten Bunyols nimmt durch Einfrieren voraussichtlich ab; sie schmecken direkt nach der Zubereitung am besten.
Häufig gefragt
Der Teig soll weich, klebrig und gleichmäßig sein. Die Hände werden zum Formen wiederholt mit kaltem Wasser befeuchtet; zusätzliches Mehl sollte nur sehr sparsam eingearbeitet werden.
Das Loch ist charakteristisch für diese Bunyols und hilft dabei, die Teigringe beim Frittieren gleichmäßiger durchzugaren.
Das Öl sollte während des Frittierens möglichst stabil zwischen 170 und 175 °C liegen. Deshalb die Bunyols portionsweise ausbacken.
Am besten schmecken sie frisch frittiert, kurz auf Küchenpapier abgetropft und noch warm mit Zucker bestreut.
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