Pimentó amb tonyina

Valencianisches Gemüsegericht

Valencianisches Gemüse-Schmorgericht aus reifen Tomaten, grünem Paprika, gesalzenem Thunfisch und Pinienkernen. Das Gericht wird als Beilage lauwarm oder bei Zimmertemperatur serviert.

Zum Rezept
Pimentó amb tonyina aus der Comunitat Valenciana
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 90 Minuten
Menge Beilagenportionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Nüsse und Samen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Schmoren
Servierrolle Als Beilage vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Einkochen konzentriert die Süße und Säure der Tomaten zu einer dicken, sämigen Sauce.
  • Gebratene Paprika bringen weiche Textur und leichte Röstaromen ein, ohne vollständig zu zerfallen.
  • Gesalzener Thunfisch und Pinienkerne setzen herzhafte, salzige und nussige Akzente gegen die süßliche Tomatenbasis.

Pimentó amb tonyina ist ein valencianisches Gemüsegericht aus der Horta de València. Reife Tomaten und grüner Paprika schmoren langsam zu einer sämigen, leicht süßlichen Sauce. Gesalzener Thunfisch und Pinienkerne geben der einfachen Zubereitung ihren charakteristischen Geschmack. Serviert wird das Gericht lauwarm oder bei Zimmertemperatur.

Sämige, glänzende Tomatensauce mit weichen, noch strukturierten Paprikastreifen, zarten Thunfischstücken und knackigen Pinienkernen. Der Geschmack ist leicht süßlich, herzhaft und salzig mit milden Röstaromen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Tomaten, Paprika und Thunfisch vorbereiten

    Die Tomaten am Blütenansatz kreuzweise einritzen, 30 Sekunden mit kochendem Wasser überbrühen, häuten und grob hacken. Die Paprika waschen, entkernen und in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Den Thunfisch abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke teilen. Wenn er sehr salzig ist, 20 Minuten in kaltem Wasser wässern und anschließend gründlich trocken tupfen.

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind gehäutet und grob gehackt, die Paprika gleichmäßig geschnitten und der Thunfisch gut abgetropft.

    • Das Wässern ist nur nötig, wenn der Thunfisch sehr salzig schmeckt.
    • Den Thunfisch nach dem Wässern gründlich trocken tupfen, damit er in der Pfanne brät statt zu wässern.

    Wichtig: Beim Übergießen der Tomaten mit kochendem Wasser vorsichtig arbeiten.

  2. Paprika braten

    40 ml Olivenöl in einer breiten, schweren Pfanne erhitzen. Die Paprikastreifen bei mittlerer Hitze 10–12 Minuten braten, bis sie weich sind, aber noch etwas Struktur haben. Die Paprika herausnehmen und beiseitestellen.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprikastreifen sind weich, zeigen leichte Bräunung und behalten etwas Biss.

    • Die Paprika nicht zu dicht übereinanderlegen, damit sie brät und nicht nur dämpft.
  3. Thunfisch kurz anbraten

    Das restliche Olivenöl in dieselbe Pfanne geben und den Thunfisch 30–45 Sekunden je Seite anbraten. Er soll nur leicht Farbe bekommen und saftig bleiben. Den Thunfisch herausnehmen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Thunfischstücke haben an den Außenseiten leicht Farbe angenommen, bleiben aber saftig.

    • Den Thunfisch nur kurz braten, damit er beim späteren Erwärmen zart bleibt.
  4. Tomaten einkochen

    Die gehackten Tomaten in die Pfanne geben und mit Zucker und Salz vermischen. Alles ohne Deckel 35–45 Minuten sanft schmoren lassen und regelmäßig umrühren, bis die Flüssigkeit deutlich eingekocht ist und die Tomaten eine dicke, sämige Konsistenz haben.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist deutlich reduziert und die Tomatenmasse ist dick und sämig.

    • Die Pfanne offen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann.
    • Je nach Wassergehalt der Tomaten kann die Einkochzeit innerhalb der angegebenen Spanne variieren.
  5. Paprika, Thunfisch und Pinienkerne zufügen

    Paprika und Thunfisch zurück in die Pfanne geben. Die Pinienkerne einrühren und das Gericht weitere 3–5 Minuten sanft erwärmen. Nicht stark kochen, damit der Thunfisch zart bleibt.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Alles ist durchgehend warm, die Paprika behalten Struktur und der Thunfisch bleibt zart.

    • Nur sanft erwärmen und nicht sprudelnd kochen lassen.
  6. Ruhen lassen und servieren

    Die Pfanne vom Herd nehmen und das Pimentó amb tonyina 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce hat sich gesetzt und das Gericht ist lauwarm oder auf Zimmertemperatur abgekühlt.

    • Die Ruhezeit verbindet Sauce, Paprika und Thunfisch geschmacklich.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salzgehalt prüfen: Gesalzener Thunfisch kann je nach Produkt unterschiedlich salzig sein. Bei sehr salzigem Thunfisch hilft ein 20-minütiges Wässern in kaltem Wasser; anschließend gründlich trocken tupfen.
  • Auf die Konsistenz achten: Die Tomaten sollten offen einkochen, bis eine dicke, sämige Masse entstanden ist. Die genaue Zeit hängt vom Wassergehalt der Tomaten und von der Pfannenbreite ab.
  • Lauwarm oder zimmerwarm: Das Gericht wird nach einer kurzen Ruhezeit lauwarm oder bei Zimmertemperatur serviert.

Zutatenwissen

Gesalzener Thunfisch aus der Lake

Diese Zutat ist in spanischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Fischgeschäften und manchen mediterranen Supermärkten erhältlich. Bei starkem Salzgeschmack kann sie vor der Verwendung kurz gewässert werden.

Pinienkerne als Kontrast

Die Pinienkerne werden erst am Ende eingerührt und geben der weichen Tomaten-Paprika-Basis einen nussigen Akzent und etwas Biss.

Sinnvolle Alternativen

Abgetropfter Thunfisch in Olivenöl

Das Gericht wird milder und weniger fest als mit gesalzenem Thunfisch aus der Lake.

Den Thunfisch gut abtropfen lassen und zunächst nur sehr sparsam zusätzlich salzen. Wie im Rezept erst kurz anbraten und anschließend nur sanft erwärmen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Tomatensauce bleibt zu flüssig.

Die Tomaten ohne Deckel schmoren lassen und erst fortfahren, wenn die Flüssigkeit deutlich reduziert ist.

Die Sauce bei sanfter Hitze weiter offen einkochen lassen, bevor Paprika und Thunfisch wieder dazukommen.

Der Thunfisch wird trocken oder fest.

Den Thunfisch nur 30–45 Sekunden je Seite anbraten und am Ende lediglich sanft erwärmen.

Das Gericht sofort vom Herd nehmen und die Ruhezeit einhalten.

Die Paprikastreifen verlieren vollständig ihre Struktur.

Die Paprika nur braten, bis sie weich, aber noch leicht strukturiert ist, und danach aus der Pfanne nehmen.

Varianten

Mildere Variante mit Thunfisch in Olivenöl

Gesalzener Thunfisch aus der Lake wird durch abgetropften Thunfisch in Olivenöl ersetzt.

Variante ohne Pinienkerne

Die Pinienkerne entfallen, wodurch das Gericht weicher und weniger nussig wird.

Servieren und kombinieren

  • Lauwarm servieren: Nach der zehnminütigen Ruhezeit lauwarm servieren, damit die sämige Tomatensauce, die Paprika und der Thunfisch besonders deutlich zur Geltung kommen.
  • Bei Zimmertemperatur servieren: Das Gericht vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und als eigenständige Beilage mit sichtbar strukturierten Paprikastreifen reichen.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Gesalzener Thunfisch ist eine ausdrücklich genannte Zutat.
  • Schalenfrüchte: enthält · Pinienkerne sind ausdrücklich als Zutat enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was ist Pimentó amb tonyina?

Pimentó amb tonyina ist ein valencianisches Gemüse-Schmorgericht aus Tomaten, grünem Paprika, gesalzenem Thunfisch und Pinienkernen.

Wie wird das Gericht serviert?

Nach zehn Minuten Ruhezeit wird es lauwarm oder bei Zimmertemperatur serviert.

Was kann ich tun, wenn der Thunfisch sehr salzig ist?

Den Thunfisch 20 Minuten in kaltem Wasser wässern und anschließend gründlich trocken tupfen.

Wodurch kann ich den gesalzenen Thunfisch ersetzen?

Als Alternative eignet sich abgetropfter Thunfisch in Olivenöl. Das Ergebnis wird milder und weniger fest; zusätzliches Salz daher zunächst sehr sparsam verwenden.

Aus unserer Küche

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