Queso de Tetilla
Der galicische Kuhmilchkäse schmilzt mild und cremig. Falls er nicht erhältlich ist, kann milder Brie ohne Rinde verwendet werden; die Füllung wird dann weicher und weniger typisch galicisch.
Galicien · gefüllte Albóndigas
Herzhafte galicische Fleischbällchen aus gemischtem Hackfleisch mit cremigem Queso-de-Tetilla-Kern, goldbraun angebraten und in einer sämigen Tomaten-Gemüse-Sauce mit Erbsen geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Für diese galicische Variante werden 16 Albóndigas aus Rind- und Schweinehack geformt und jeweils mit einem Würfel Queso de TetillaGalicischer Kuhmilchkäse mit charakteristischer kegelförmiger Gestalt. gefüllt. Nach dem Anbraten schmoren die Fleischbällchen in einer Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Paprika und Möhren; gekochte Erbsen kommen zum Schluss dazu.
Außen goldbraun und zart, innen saftig mit einem weich schmelzenden Käsekern. Die Sauce ist sämig, tomatig und leicht süßlich durch Möhren und Paprika; die Erbsen bringen frische Farbe und einen milden Biss.
Schritt für Schritt
15 ml des zum Braten vorgesehenen Olivenöls in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Kurz abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, aber nicht gebräunt.
Hackfleisch, Eier, eingeweichte Brotkrume samt Milch, gedünstete Zwiebel und Knoblauch, Petersilie, Oregano, Salz und etwas Pfeffer gründlich vermengen. Nur so lange kneten, bis die Masse bindet. Abgedeckt 20 Minuten kalt stellen.
Wichtig: Die rohe Fleischmasse bis zur Verarbeitung gekühlt halten.
Den Queso de Tetilla in 16 gleich große Würfel schneiden. Aus der gekühlten Fleischmasse 16 Portionen abteilen. Jede Portion flach drücken, einen Käsewürfel in die Mitte setzen und vollständig mit Fleisch umschließen. Zu runden Albóndigas formen und rundum dünn mit Mehl bestäuben.
Daran erkennst du es: Die Käsewürfel sind vollständig von Fleisch umschlossen; es gibt keine offenen Risse.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Geräte gründlich reinigen.
Das restliche Bratöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Albóndigas portionsweise 6 bis 8 Minuten rundum goldbraun anbraten. Sie müssen innen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig gar sein. Herausnehmen und überschüssiges Öl kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum goldbraun und stabil, die Mitte darf noch nicht vollständig gegart sein.
Wichtig: Die Albóndigas werden anschließend in der Sauce vollständig durchgegart.
Für die Sauce Zwiebeln, Knoblauch, rote und grüne Paprika sowie Möhren klein schneiden. Das Saucenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen und das Gemüse 8 bis 10 Minuten weich dünsten. Tomaten, Weißwein, Wasser, Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer einrühren. Aufkochen und 20 Minuten bei kleiner bis mittlerer Hitze offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und die Sauce wirkt aromatisch eingekocht.
Das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce mit dem Stabmixer glatt pürieren. Die angebratenen Albóndigas hineinlegen, den Topf abdecken und alles 15 Minuten bei kleiner Hitze schmoren lassen. Die Erbsen einrühren und weitere 5 Minuten erwärmen, bis die Fleischbällchen vollständig durchgegart sind.
Daran erkennst du es: Die Fleischbällchen sind vollständig durchgegart und der Käsekern ist weich; es tritt kein rohes Hackfleisch mehr aus.
Wichtig: Hackfleischbällchen vollständig durchgaren und nicht nur anhand der Außenfarbe beurteilen.
Den Topf vom Herd nehmen und die Albóndigas 5 Minuten ruhen lassen. Mit der Gemüsetomatensauce und den Erbsen servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce hat sich leicht gesetzt und der Käsekern ist angenehm weich.
Gut zu wissen
Der galicische Kuhmilchkäse schmilzt mild und cremig. Falls er nicht erhältlich ist, kann milder Brie ohne Rinde verwendet werden; die Füllung wird dann weicher und weniger typisch galicisch.
Altbackene Brotkrume nimmt die Milch auf und hält die Fleischmasse saftig. Die eingeweichte Brotkrume samt Milch vollständig in die Masse geben.
Pfeffer wird in Fleischmasse und Sauce jeweils nach Geschmack dosiert. Die beiden Anwendungen bleiben getrennt, damit die Würzung an beiden Stellen angepasst werden kann.
Die Füllung wird weicher und weniger typisch galicisch.
Brie vollständig von der Rinde befreien, in 16 möglichst gleich große Würfel schneiden und wie den Queso de Tetilla verwenden.
Die Sauce wird weniger komplex und weniger fruchtig; mit Brühe bleibt sie würziger.
Den Weißwein im gleichen Volumen durch Wasser oder milde Brühe ersetzen und wie angegeben mit den Tomaten und dem Wasser einrühren.
Gleich große Fleischportionen abteilen, den Käse mittig einsetzen und alle Risse vor dem Mehlieren glätten.
Ausgelaufenen Käse in der Sauce belassen; die übrigen Albóndigas vorsichtig wenden und die Sauce später gründlich unterrühren.
Nur so lange mischen, bis die Zutaten gerade gebunden sind.
Nicht möglich, sobald die Masse gegart ist; beim nächsten Durchgang kürzer mischen und die Kühlzeit einhalten.
Die Fleischbällchen portionsweise in einer ausreichend heißen Pfanne braten und zwischen den Stücken Platz lassen.
Die bereits gegarten Albóndigas kurz vor dem Servieren in der Sauce weiterziehen lassen; eine nachträgliche starke Bräunung vermeiden.
Die Sauce vor dem Einlegen der Albóndigas offen köcheln lassen und die Mengen einhalten.
Die Sauce nach dem Herausnehmen der Albóndigas einige Minuten offen einkochen lassen.
Eine mildere, leichter verfügbare Käsefüllung mit Brie ersetzt den Queso de Tetilla.
Die Sauce wird ohne Weißwein zubereitet und erhält ihre Flüssigkeit ausschließlich aus Wasser oder milder Brühe.
Die Fleischmasse kann bis zu 12 Stunden vorher abgedeckt im Kühlschrank ruhen. Alternativ die Sauce vorbereiten und gekühlt aufbewahren; die Albóndigas möglichst frisch anbraten und darin fertig garen.
Reste innerhalb von 2 Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nur portionsweise entnehmen und nicht wiederholt auf Raumtemperatur erwärmen.
Die Sauce und die Käsefüllung können nach dem Einfrieren an Textur verlieren; Einfrieren ist für dieses Rezept nicht vorgesehen.
Häufig gefragt
Queso de Tetilla ist ein milder galicischer Kuhmilchkäse. In diesem Rezept wird er in Würfel geschnitten und als cremige Füllung verwendet.
Ja. Milder Brie ohne Rinde eignet sich als Ersatz. Die Füllung wird dadurch weicher und geschmacklich weniger typisch galicisch.
Den Käsewürfel mittig einsetzen, die Fleischmasse gleichmäßig darum schließen und alle Risse vor dem Mehlieren glätten.
Ja. Er kann im gleichen Volumen durch Wasser oder milde Brühe ersetzt werden.
Die gekochten Erbsen werden erst nach dem Pürieren der Sauce und nach dem Schmoren der Albóndigas eingerührt und nur noch etwa 5 Minuten erwärmt.
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