Pan cabezón
Das kräftige, kompakte Landbrot aus Ujué wird in sehr dünne Lascas geschnitten. Dichtes Bauern- oder Sauerteigbrot ist ein geeigneter Ersatz, ergibt aber etwas kräftigere und weniger feine Migas.
Krümelige Brotmigas aus Navarra
Saftige, lockere Brotflocken aus Ujué mit Pan cabezónDas kräftige, kompakte Landbrot aus Ujué wird in sehr dünne Lascas geschnitten., Schweineschmalz, Lammsebo, Jamón, Tomate und Knoblauch.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Migas de Ujué sind eine eigenständige navarrische Variante der Brot-Migas. Dünn geschnittenes, mehrere Tage getrocknetes Bauernbrot wird in einem kräftigen Ansatz aus Schweineschmalz, Lammsebo, Jamón, Tomate und Knoblauch langsam erwärmt. Durch behutsames, kontinuierliches Rühren bleiben die Brotflocken locker und aromatisch, während sie innen saftig bleiben, ohne zu Brei zu werden.
Locker auseinanderfallende, innen noch saftige Brotflocken mit herzhaftem Jamón, kräftigem Lammaroma, süßlich-tomatiger Würze und deutlichem Knoblauchduft.
Schritt für Schritt
Das Brot mit einem scharfen Messer in sehr dünne, kleine Flocken oder Lascas schneiden. Nicht einweichen. Die Brotstücke bis zur Verwendung in ein sauberes Tuch geben, damit sie trocken bleiben und nicht austrocknen.
Daran erkennst du es: Die Brotstücke sind klein, dünn und trocken, aber nicht hart ausgedörrt.
Wichtig: Beim Schneiden eine stabile Unterlage verwenden und das Messer kontrolliert führen.
Schweineschmalz und Lammsebo in der breiten Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen. Den gewürfelten Jamón hineingeben und etwa 1 Minute anschwitzen, ohne ihn stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Fett ist geschmolzen, und der Jamón ist erwärmt, aber nicht stark gebräunt.
Wichtig: Vorsichtig arbeiten, da geschmolzenes Fett spritzen kann.
Passierte Tomaten und den zerdrückten Knoblauch einrühren. Den Ansatz 5 Minuten leise köcheln lassen, bis sich Fett, Tomate und Knoblauch verbunden haben.
Daran erkennst du es: Der Ansatz ist verbunden und duftet deutlich nach Tomate und Knoblauch.
Wasser und Salz zugießen, aufkochen und den Ansatz 3 Minuten weiterköcheln lassen. Abschmecken; der Jamón bringt bereits Würze mit.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist heiß und gleichmäßig gewürzt, ohne dass das Fett vollständig vom Tomatenanteil getrennt wirkt.
Wichtig: Beim Aufkochen Abstand halten, da die heiße Flüssigkeit spritzen kann.
Die Brotflocken portionsweise in die kochende Flüssigkeit geben. Dabei mit einem Holzlöffel ununterbrochen wenden und rühren, damit jede Flocke etwas vom Sofrito aufnimmt und keine feuchten Klumpen entstehen.
Daran erkennst du es: Die Flocken sind gleichmäßig mit dem Ansatz überzogen und beginnen locker zusammenzufallen.
Wichtig: Beim Rühren langsam vorgehen, damit die heiße Flüssigkeit nicht aus der Pfanne spritzt.
Die Migas 10–12 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze weiter rühren. Sie sind fertig, wenn sie locker auseinanderfallen, gleichmäßig aromatisiert und innen noch saftig sind. Die Masse darf nicht breiig werden.
Daran erkennst du es: Die Migas fallen locker auseinander, sind gleichmäßig aromatisiert und innen noch saftig, aber nicht breiig.
Die Pfanne vom Herd nehmen und die Migas sofort direkt aus der warmen Pfanne servieren.
Daran erkennst du es: Die Migas sind noch warm und behalten ihre lockere, saftige Struktur.
Wichtig: Die Pfanne bleibt heiß; beim Servieren einen Untersetzer verwenden und den Griff sichern.
Gut zu wissen
Das kräftige, kompakte Landbrot aus Ujué wird in sehr dünne Lascas geschnitten. Dichtes Bauern- oder Sauerteigbrot ist ein geeigneter Ersatz, ergibt aber etwas kräftigere und weniger feine Migas.
Lammsebo ist am ehesten beim gut sortierten Metzger oder in spanischen Fachgeschäften erhältlich. Es trägt das charakteristische Lammaroma bei.
Der Jamón bringt bereits Würze mit. Deshalb das Salz erst nach dem Aufkochen des Ansatzes abschmecken und nur bei Bedarf nachlegen.
Die Migas werden etwas kräftiger und weniger fein als mit Pan cabezón.
Ein mehrere Tage altes, dichtes Bauern- oder Sauerteigbrot verwenden und ebenfalls in sehr dünne, kleine Flocken schneiden.
Das charakteristische Lammaroma fehlt, die herzhafte Fettbasis bleibt erhalten.
Das Lammsebo durch 50 g zusätzliches Schweineschmalz ersetzen und dieses gemeinsam mit der ursprünglichen Menge langsam schmelzen lassen.
Mehrere Tage altes, trockenes Brot verwenden, nicht einweichen und die Flocken portionsweise unter ständigem Wenden einarbeiten.
Bei niedriger bis mittlerer Hitze weiter rühren, bis überschüssige Feuchtigkeit verdampft und die Flocken wieder lockerer werden.
Schweineschmalz und Lammsebo langsam schmelzen und den Jamón nur etwa 1 Minute anschwitzen.
Den Tomatenanteil zügig einrühren, damit der Jamón nicht weiter bräunt; bei stark verbranntem Ansatz neu beginnen.
Brot portionsweise in die kochende Flüssigkeit geben und die Garzeit beenden, sobald die Flocken innen noch saftig sind.
Falls der Ansatz noch heiß ist, esslöffelweise etwas Wasser unterrühren und kurz weiterwenden, ohne die Masse zu zerdrücken.
Eine zugänglichere Version mit zusätzlichem Schweineschmalz statt Lammsebo.
Das fertige Gericht unmittelbar vor dem Servieren zubereiten. Das Brot kann jedoch 3–4 Tage vorher zum Trocknen bereitgelegt werden.
Durch das Einfrieren und Auftauen kann die lockere, saftige Struktur der Brotflocken deutlich leiden.
Häufig gefragt
Ja. Ein dichtes, kräftiges Bauern- oder Sauerteigbrot eignet sich als Ersatz. Die Migas werden damit etwas kräftiger und weniger fein. Das Brot sollte mehrere Tage alt und trocken sein.
Das Brot nicht einweichen, die Flocken portionsweise in die kochende Flüssigkeit geben und während des gesamten Garens kontinuierlich wenden und rühren. Die Hitze moderat halten und die Migas vom Herd nehmen, sobald sie locker auseinanderfallen und innen noch saftig sind.
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