Mandonguilles a la jardinera

Katalonien · Schmortopf

Katalanische Fleischbällchen aus Rind und Schwein, die mit Kartoffeln, Möhren und Erbsen in einer kräftigen Tomatensauce geschmort werden.

Zum Rezept
Mandonguilles a la jardinera aus Katalonien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 45 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 95 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das gemischte Hackfleisch bleibt durch Ei und Semmelbrösel saftig und formstabil.
  • Das Anbraten gibt den Fleischbällchen und dem späteren Schmorfond zusätzliche Röstaromen.
  • Kartoffeln, Möhren und Erbsen sorgen für unterschiedliche Texturen, natürliche Süße und ein vollständiges Schmorgericht.
  • Die passierten Tomaten verbinden Fleisch und Gemüse zu einer kräftigen, sämigen Sauce.

Mandonguilles a la jardinera verbindet zarte, angebratene Fleischbällchen mit einer sämigen Sauce und einer bodenständigen Gemüseauswahl aus Kartoffeln, Möhren und Erbsen. Die Fleischbällchen werden zunächst geformt und bemehlt, bevor sie zusammen mit dem Gemüse langsam fertig schmoren.

Die Mandonguilles sind außen leicht gebräunt und innen zart. Die Sauce schmeckt tomatig und herzhaft, während Kartoffeln und Möhren weich, aber nicht zerfallen sind und die Erbsen einen frischen, leicht süßlichen Kontrast geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleischmasse anrühren

    Hackfleisch, Ei, Semmelbrösel, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer in der Rührschüssel gründlich vermengen. Die Masse abdecken und 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

    15 Minuten
    • Die Masse nur so lange mischen, bis sie gleichmäßig verbunden ist.
  2. Mandonguilles formen

    Aus der gekühlten Masse etwa 16 gleich große Bällchen formen. Das Mehl auf den Teller geben, die Bällchen darin dünn wenden und überschüssiges Mehl leicht abklopfen.

    • Gleich große Bällchen garen gleichmäßiger.
  3. Mandonguilles anbraten

    Das Olivenöl im breiten Schmortopf erhitzen. Die Mandonguilles portionsweise rundherum 6 bis 8 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundherum leicht gebräunt.

    • Den Topf nicht überfüllen, damit die Bällchen bräunen statt zu dünsten.
  4. Gemüse anschwitzen

    Im verbliebenen Öl die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 6 Minuten weich dünsten. Die Möhren hinzufügen und 3 Minuten mitgaren.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, ohne stark zu bräunen.

    • Falls der Topfboden sehr trocken ist, die Zwiebel mit dem verbliebenen Öl langsam weich dünsten.
  5. Sauce und Kartoffeln ansetzen

    Die passierten Tomaten einrühren und 5 Minuten sanft einkochen lassen. Kartoffeln, Gemüsebrühe und Lorbeerblatt dazugeben. Alles aufkochen und anschließend 10 Minuten leise köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffelwürfel beginnen weich zu werden, behalten aber noch Form.

    • Die Kartoffelwürfel möglichst gleich groß schneiden, damit sie gleichmäßig garen.
  6. Mandonguilles schmoren

    Die angebratenen Mandonguilles zurück in den Topf geben. Zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze 15 Minuten schmoren und den Topf gelegentlich vorsichtig rütteln, damit nichts ansetzt.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fleischbällchen sind fest geworden und von Sauce umgeben.

    • Nicht kräftig umrühren, damit die Fleischbällchen nicht zerfallen.
  7. Erbsen einrühren und servieren

    Die Erbsen einrühren und weitere 8 bis 10 Minuten garen, bis Kartoffeln und Möhren weich und die Fleischbällchen vollständig durchgegart sind. Das Lorbeerblatt entfernen, die Sauce abschmecken und das Gericht heiß servieren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Kartoffeln und Möhren lassen sich leicht einstechen, die Erbsen sind heiß und die Fleischbällchen vollständig durchgegart.

    • Während die Mandonguilles schmoren, keine zusätzliche Flüssigkeit einrühren, solange die Sauce nicht sichtbar zu stark eindickt.

    Wichtig: Vor dem Servieren prüfen, dass die Fleischbällchen auch im Inneren vollständig durchgegart sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die Ruhezeit im Kühlschrank lässt die Semmelbrösel Flüssigkeit aufnehmen und macht die Masse formbarer.
  • Portionsweise anbraten: Ein breiter Topf und mehrere kleine Bratportionen fördern die Bräunung. Zu viele Bällchen auf einmal würden eher Flüssigkeit ziehen.
  • Vorsichtig bewegen: Die Mandonguilles während des Schmorens nicht mit einem Kochlöffel wenden. Ein vorsichtiges Rütteln des Topfes reicht und hält die Form besser.

Zutatenwissen

Gemischtes Hackfleisch

Die Kombination aus Rind und Schwein gibt den Fleischbällchen Geschmack, Bindung und eine saftige Textur.

Frische oder tiefgekühlte Erbsen

Tiefgekühlte Erbsen können direkt eingerührt werden. Frische Erbsen benötigen dieselbe kurze Schlussgarzeit, sofern sie jung und zart sind.

Salzgehalt der Brühe

Da Gemüsebrühen unterschiedlich stark gesalzen sind, sollte die Sauce erst am Ende abschließend abgeschmeckt werden.

Sinnvolle Alternativen

glutenfreie Semmelbrösel

Die Bindung bleibt ähnlich; die Masse kann je nach Produkt etwas mehr oder weniger Flüssigkeit aufnehmen.

Die glutenfreien Semmelbrösel wie im Rezept einarbeiten und die Masse vor dem Formen vollständig quellen lassen.

gemischtes Hackfleisch aus Rind und Pute

Die Fleischbällchen werden meist etwas magerer und können trockener ausfallen.

Die Bällchen besonders behutsam formen und im Schmorfond vollständig garen.

grüne Bohnen, klein geschnitten

Die Gemüsekomponente wird etwas knackiger und weniger süß.

Die Bohnen in mundgerechte Stücke schneiden und je nach Dicke etwas länger als Erbsen mitgaren.

stückige Dosentomaten, fein zerdrückt

Die Sauce wird etwas rustikaler und weniger glatt.

Die Tomaten vor dem Einrühren mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Mandonguilles werden grau und geben viel Flüssigkeit ab.

Die Fleischbällchen portionsweise mit etwas Abstand anbraten.

Die bereits angebratenen Bällchen herausnehmen und die restlichen in einer weiteren Runde bräunen.

Die Fleischbällchen zerfallen beim Schmoren.

Die Masse gründlich vermengen, kühlen und die Bällchen während des Schmorens nur vorsichtig bewegen.

Die zerfallenen Stücke in der Sauce lassen und das Gericht als rustikales Ragout servieren.

Die Kartoffeln sind noch fest, während die Sauce bereits stark eindickt.

Kartoffeln in gleichmäßige Würfel schneiden und mit geschlossenem Deckel schmoren.

Etwas Brühe oder Wasser ergänzen und zugedeckt weitergaren, bis die Kartoffeln weich sind.

Die Sauce bleibt wässrig.

Die Mengen einhalten und die Sauce nach dem Garen bei Bedarf kurz offen eindicken lassen.

Die Mandonguilles kurz herausnehmen und die Sauce offen einige Minuten reduzieren, dann alles wieder zusammenführen.

Varianten

Pikante Variante

Eine wärmere, leicht pikante Version mit zusätzlicher Würze in der Tomatensauce.

Variante mit Pilzen

Pilze ergänzen die Gemüseauswahl und geben der Sauce mehr Umami.

Leichtere Fleischbällchen

Eine etwas magerere Version mit Geflügelhackfleisch.

Servieren und kombinieren

  • Mit rustikalem Brot: Mit kräftigem Landbrot servieren, um die Tomatensauce aufzunehmen.
  • Mit grünem Salat: Ein schlichter grüner Salat bringt Frische und einen knackigen Kontrast zum Schmortopf.
  • Direkt aus dem Schmortopf: Die Mandonguilles heiß in tiefen Tellern mit reichlich Gemüse und Sauce anrichten.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Fleischbällchen können bis zu einem Tag vorher geformt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das fertige Schmorgericht lässt sich ebenfalls am Vortag zubereiten; beim Aufwärmen bei niedriger Hitze vorsichtig erhitzen.

Aufbewahren

Das abgekühlte Gericht innerhalb von zwei Stunden in einen dicht schließenden Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Sauce und Fleischbällchen möglichst gemeinsam lagern.

Vor dem Verzehr gründlich und gleichmäßig erhitzen.

Einfrieren

Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise mit Sauce in gefriergeeignete Behälter füllen und gut verschließen.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen.

Kartoffeln können nach dem Einfrieren und Auftauen etwas weicher werden.

Aufwärmen

  • Topf: Die Mandonguilles mit ihrer Sauce in einen Topf geben und zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erhitzen. Gelegentlich vorsichtig rütteln.
  • Mikrowelle: Eine Portion abgedeckt in einem geeigneten Gefäß erhitzen und zwischendurch vorsichtig umrühren oder wenden.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält
  • Ei: enthält · Das Rezept enthält ein Ei als Bindemittel.
  • Sellerie: uncertain · Die Zutatenliste der Gemüsebrühe auf Sellerie prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie viele Mandonguilles ergeben sich aus der Masse?

Aus der angegebenen Menge lassen sich ungefähr 16 gleich große Fleischbällchen formen.

Müssen tiefgekühlte Erbsen vorher aufgetaut werden?

Nein. Tiefgekühlte Erbsen können direkt in den Topf gegeben werden; sie garen während der letzten 8 bis 10 Minuten mit.

Was tun, wenn die Sauce zu dick wird?

Schluckweise etwas Gemüsebrühe oder Wasser einrühren und die Sauce bei niedriger Hitze wieder auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Warum werden die Fleischbällchen bemehlt?

Das dünne Mehl hilft beim Anbraten bei der Bräunung und unterstützt später die Bindung der Sauce.

Kann man das Gericht am Vortag zubereiten?

Ja. Das fertige Schmorgericht kann bis zu einem Tag vorher zubereitet, gekühlt gelagert und langsam wieder erhitzt werden.

Aus unserer Küche

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