Pastel de verduras aus Navarra

Herzhafter Gemüse-Pastel aus Navarra

Herzhafter Gemüse-Pastel aus grünen Bohnen, LauchÖsterreichische Bezeichnung für junge grüne Bohnenhülsen., Rüben, Radieschen, Möhren und Spinat, mit Eier-Tomaten-Guss im Wasserbad gegart und mit cremiger Champignon-Zwiebel-Sauce serviert.

Zum Rezept
Pastel de verduras aus Navarra
Vorbereitung 50 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Eierspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Pilze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Dämpfen, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Vorgaren der einzelnen Gemüse verhindert, dass der Pastel durch überschüssige Flüssigkeit wässrig wird.
  • Das Wasserbad lässt den Eierguss gleichmäßig und schonend stocken.
  • Die unterschiedlichen Gemüseschichten sorgen für abwechslungsreiche Farbe, Textur und einen klaren Gemüsegeschmack.
  • Die cremige Champignon-Zwiebel-Sauce ergänzt den milden Pastel mit herzhaften und erdigen Aromen.

Pastel de verduras ist ein spanischer Gemüse-Pastel ohne Teighülle. Vorgegarte Gemüse werden geschichtet, mit Eier-Tomaten-Guss verbunden und im Wasserbad sanft gestockt. Diese Navarra-Variante bleibt saftig und schnittfest und erhält eine warme Sauce aus Champignons, Zwiebeln und Lauchkochfond.

Der Pastel ist schnittfest, saftig und weich, mit deutlich erkennbaren Gemüseschichten. Bohnen und Radieschen bringen etwas Biss, während Eierguss und Sauce cremig und mild-herzhaft wirken.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten

    Grüne Bohnen, Lauch, Rüben, Radieschen, Möhren und Spinat gründlich waschen. Bohnen putzen, Lauch längs halbieren und in Ringe schneiden. Rüben und Möhren schälen und in dünne Scheiben schneiden. Radieschen ebenfalls dünn schneiden. Spinat verlesen und grob hacken.

    15 Minuten
    • Möglichst gleichmäßige Scheiben garen später gleichmäßig.
    • Das Gemüse nach dem Waschen gut abtropfen lassen.
  2. Gemüse vorgaren und Kochfond sichern

    Den Lauch in 500 ml Wasser 8 bis 10 Minuten weich garen. 250 ml des Kochfonds für die Sauce abmessen. Die übrigen Gemüse nacheinander in wenig Wasser oder im Dampf garen: Bohnen etwa 6 Minuten, Rüben und Möhren 8 bis 10 Minuten, Radieschen 4 Minuten und Spinat 2 Minuten. Alles gut abtropfen und ausdampfen lassen, damit der Pastel später nicht wässrig wird.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, behält aber noch etwas Struktur.

    • Das Gemüse portionsweise garen und zwischen den Durchgängen gut abtropfen lassen.
    • Die 250 ml Lauchkochfond vor dem Weggießen abmessen.

    Wichtig: Vorsicht beim Abgießen und beim Umgang mit heißem Dampf.

  3. Backofen und Wasserbad vorbereiten

    Den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine tiefe ofenfeste Form für das Wasserbad mit heißem Wasser füllen, sodass das Wasser später etwa bis zur halben Höhe der Kastenform reicht.

    10 Minuten 180 °C
    • Die Wasserbadform erst kurz vor dem Einschieben vollständig auffüllen, damit sie sich sicher bewegen lässt.

    Wichtig: Die Form mit heißem Wasser vorsichtig hantieren und nicht überfüllen.

  4. Form vorbereiten und Guss anrühren

    Die Kastenform mit der Butter ausstreichen und mit den Semmelbröseln ausstreuen. Eier, passierte Tomaten, die vorgesehenen 8 g Salz und 1 g Pfeffer glatt verquirlen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Guss ist gleichmäßig vermischt und ohne sichtbare Eiweißfäden.

    • Die Semmelbrösel vollständig bis in die Ecken verteilen.
    • Die Salzmenge des Pastels ist hier vollständig dem Eierguss zugeordnet.
  5. Gemüse einschichten

    Eine erste Schicht Gemüse in die Form geben und mit etwas Eierguss bedecken. Das übrige Gemüse abwechselnd einschichten und jede Lage leicht mit Eierguss benetzen. Mit dem Spinat abschließen. Den restlichen Guss langsam darüber verteilen und die Form vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen, damit er zwischen die Gemüseschichten läuft.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse liegt kompakt und der Guss ist zwischen den Schichten verteilt.

    • Nicht zu stark drücken, damit die Gemüseschichten erkennbar bleiben.
    • Den Guss langsam verteilen, damit sich keine großen Hohlräume bilden.
  6. Im Wasserbad garen

    Die Kastenform in das heiße Wasserbad stellen und 90 Minuten garen. Wird die Oberfläche zu dunkel, die Form nach etwa 45 Minuten locker mit Aluminiumfolie abdecken. Der Pastel ist fertig, wenn ein Holzstäbchen aus der Mitte sauber herauskommt und die Masse beim leichten Rütteln nur noch sanft nachgibt.

    90 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Ein Holzstäbchen kommt aus der Mitte sauber heraus; die Masse gibt beim leichten Rütteln nur noch sanft nach.

    • Während dieser Garzeit die Champignonsauce zubereiten.
    • Die Kastenform nicht vollständig mit Folie verschließen, sondern nur locker abdecken.

    Wichtig: Beim Herausheben können Wasserbad und Form sehr heiß sein; geeignete Ofenhandschuhe verwenden.

  7. Zwiebeln und Champignons garen

    Während der Pastel gart, die Zwiebeln fein würfeln und die Champignons in kleine Stücke schneiden. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8 Minuten weich dünsten und die Champignons hinzufügen. 8 bis 10 Minuten weitergaren, bis die Pilze ihre Flüssigkeit abgegeben haben.

    18 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und die Champignons haben ihre Flüssigkeit abgegeben.

    • Die Champignons erst nach dem Weichwerden der Zwiebeln hinzufügen.
    • Nicht zu häufig rühren, damit die Pilze zunächst Kontakt zur heißen Topffläche haben.
  8. Sauce einkochen und passieren

    Den Lauchkochfond angießen und die Sauce bei mittlerer Hitze etwa 25 Minuten einkochen lassen. Sahne, 1 g Salz und ½ g Pfeffer einrühren und weitere 10 Minuten sanft köcheln lassen. Die Sauce durch ein feines Sieb streichen; sie soll cremig und leicht sämig sein.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig und leicht sämig.

    • Die Sauce gelegentlich umrühren, damit sie am Topfboden nicht ansetzt.
    • Beim Passieren leicht drücken, um möglichst viel Sauce aus der Pilzmischung zu gewinnen.
  9. Abkühlen, stürzen und servieren

    Den Pastel aus dem Wasserbad nehmen und etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Die Ränder mit einem Messer lösen, den Pastel vorsichtig stürzen und in dicke Scheiben schneiden. Er soll schnittfest, saftig und nicht flüssig sein. Mit der warmen Champignonsauce teilweise überziehen und servieren.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Pastel lässt sich stürzen und in dicke, stabile Scheiben schneiden.

    • Mit dem Lösen der Ränder warten, bis der Pastel ausreichend abgekühlt und stabilisiert ist.
    • Die Sauce nur teilweise überziehen, damit die Gemüseschichten sichtbar bleiben.

    Wichtig: Den heißen Pastel vorsichtig aus dem Wasserbad nehmen und vor dem Stürzen stabil abkühlen lassen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salzmenge des Pastels: Die Zutatenliste weist 8 g Salz insgesamt aus, und Schritt 4 ordnet diese Menge vollständig dem Eierguss zu. Für das Vorgaren des Gemüses wird daher kein zusätzliches Salz eingerechnet.
  • Wasserstand im Wasserbad: Das Wasser soll etwa bis zur halben Höhe der Kastenform reichen. Dadurch stockt der Eierguss gleichmäßig, ohne dass Wasser in die Form gelangt.
  • Sauce parallel zubereiten: Die Champignonsauce kann während der 90-minütigen Garzeit des Pastels zubereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit bei ungefähr drei Stunden und die Sauce kann zum Servieren warm gehalten werden.

Zutatenwissen

Gemüse gut abtropfen lassen

Nach dem Vorgaren sollte das Gemüse gründlich abtropfen und ausdampfen. So gelangt weniger freie Flüssigkeit in den Eierguss und der Pastel bleibt schnittfest.

Lauchkochfond aufbewahren

Vom Kochwasser des Lauchs werden 250 ml für die Sauce abgenommen. Der Fond bildet die flüssige Grundlage der Champignonsauce.

Form gleichmäßig ausstreuen

Die Semmelbrösel erleichtern das spätere Lösen des Pastels und geben der Außenfläche eine trockene, leicht körnige Schicht.

Sinnvolle Alternativen

Glutenfreie Semmelbrösel

Die Oberfläche kann etwas feiner und weniger aromatisch werden.

Die glutenfreien Brösel wie im Grundrezept zum Ausstreuen der gebutterten Form verwenden.

Ungesüßte pflanzliche Kochcreme

Die Sauce kann je nach Produkt etwas leichter oder leicht süßlicher schmecken.

Die pflanzliche Kochcreme an derselben Stelle wie die Sahne einrühren und sanft einkochen lassen. Die Eierspeise bleibt dadurch nicht vegan, da der Pastel weiterhin Eier enthält.

Olivenöl

Die Form lässt sich ebenso lösen, die Außenaromen werden etwas oliviger.

Die Form dünn mit Olivenöl ausstreichen und anschließend mit Semmelbröseln ausstreuen.

Braune Champignons

Die Sauce erhält ein etwas kräftigeres Pilzaroma und eine dunklere Farbe.

Braune Champignons in gleicher Menge verwenden und wie angegeben klein schneiden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pastel ist nach dem Stürzen weich oder wässrig.

Das Gemüse nach dem Vorgaren ausdampfen lassen und den Pastel erst stürzen, wenn das Holzstäbchen sauber herauskommt und die Mitte nur noch sanft nachgibt.

Den Pastel in der Form weitergaren, bis die Mitte stabiler ist. Sehr feuchte Scheiben vor dem Servieren kurz auf Küchenpapier absetzen lassen.

Die Gemüseschichten sind kaum erkennbar oder zerfallen.

Die Gemüse abwechselnd und locker einlegen und jede Lage nur leicht mit Guss benetzen.

Den Pastel vollständig abkühlen lassen und mit einem scharfen Messer in dicke Scheiben schneiden.

Die Champignonsauce ist zu dünn.

Den Fond vor der Sahnezugabe deutlich einkochen und anschließend weitere 10 Minuten sanft köcheln lassen.

Die Sauce ohne Deckel vorsichtig weiter einkochen, bis sie cremig und leicht sämig ist.

Der Pastel lässt sich nicht sauber aus der Kastenform lösen.

Butter bis in die Ecken verstreichen und die Form gleichmäßig mit Semmelbröseln ausstreuen.

Die Ränder erneut vorsichtig mit einem Messer lösen und die Form kurz auf ein warmes, feuchtes Tuch stellen.

Varianten

Pastel ohne Champignonsauce

Der Gemüse-Pastel wird ohne die separate Sauce serviert und kann dadurch leichter als kalte oder warme Vorspeise angerichtet werden.

Glutenfreie Variante

Die Form wird mit glutenfreien Semmelbröseln ausgestreut.

Saisonale Wurzelgemüse-Variante

Ein Teil der Rüben oder Möhren kann durch ein ähnlich festes saisonales Wurzelgemüse ersetzt werden, ohne die Schichttechnik zu verändern.

Kräuterbetonte Variante

Der fertige Pastel wird vor dem Servieren mit frischen Kräutern ergänzt.

Servieren und kombinieren

  • Warm mit Champignonsauce: Den Pastel in dicke Scheiben schneiden, mit der warmen Champignon-Zwiebel-Sauce teilweise überziehen und sofort servieren.
  • Als Vorspeise: Den Pastel vollständig abkühlen lassen, dünner schneiden und die Sauce sparsam als warmen Begleiter dazugeben.
  • Schichten sichtbar präsentieren: Die Sauce nicht vollständig über die Scheiben geben, sondern nur seitlich oder punktuell anrichten, damit die farbigen Gemüseschichten sichtbar bleiben.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Pastel bis zu 24 Stunden im Voraus garen, vollständig abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Sauce separat zubereiten oder ebenfalls gekühlt lagern und vor dem Servieren erwärmen.

Aufbewahren

Pastel und Sauce getrennt abkühlen lassen und anschließend gekühlt aufbewahren. Zum Servieren nur die benötigte Menge entnehmen.

Wegen des Eiergusses nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Das wasserreiche Gemüse und der Eierguss können nach dem Auftauen an Textur verlieren; die Sauce kann sich ebenfalls verändern.

Aufwärmen

  • Backofen: Scheiben oder den ganzen Pastel abgedeckt in einer ofenfesten Form bei 160 °C erwärmen, bis sie durchgehend heiß sind. Die Sauce separat in einem kleinen Topf sanft erwärmen.

Allergene und Nährwerte

  • Eier: enthält · Der Eierguss ist ein prägender Bestandteil des Pastels.
  • Milch: enthält · Butter und Sahne sind in der Zutatenliste enthalten.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Semmelbrösel werden üblicherweise aus Weizen oder anderem glutenhaltigem Getreide hergestellt; die konkrete Produktkennzeichnung prüfen.

Lebensmittelsicherheit

  • Eierhaltiger Pastel: Den Pastel im Wasserbad vollständig stocken lassen; die Mitte darf beim leichten Rütteln nur noch sanft nachgeben und nicht flüssig wirken.
  • Heißes Wasserbad: Wasserbad und Kastenform mit geeigneten Ofenhandschuhen bewegen und beim Herausheben besonders auf heißes Wasser achten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum wird der Pastel im Wasserbad gegart?

Das Wasserbad verteilt die Hitze sanft und gleichmäßig. Dadurch stockt der Eierguss, ohne dass die Oberfläche zu schnell fest oder trocken wird.

Kann die Champignonsauce parallel zubereitet werden?

Ja. Während der Pastel im Wasserbad gart, können Zwiebeln und Champignons vorbereitet, eingekocht und mit Sahne fertiggestellt werden.

Wann lässt sich der Pastel am besten stürzen?

Nach etwa 30 Minuten Abkühlzeit. Dann ist der Eierguss stabiler, bleibt aber noch saftig.

Kann eine andere Form verwendet werden?

Ja, eine ähnlich tiefe ofenfeste Form ist möglich. Die Schichthöhe beeinflusst jedoch die Garzeit, daher sollte die Garprobe in der Mitte entscheidend sein.

Wie wird das Salz im Rezept verwendet?

Die 8 g Salz des Pastels werden im Eierguss verwendet. Für die Sauce sind zusätzlich 1 g Salz vorgesehen.

Aus unserer Küche

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