Paparajotes

Ausgebackene Süßspeise · Murcia

Paparajotes sind eine charakteristische murcianische Süßspeise aus frischen Zitronenblättern, die in dickflüssigen Teig getaucht und goldbraun frittiert werden. Serviert werden sie warm oder lauwarm mit Zucker und Zimt; das Zitronenblatt wird vor dem Essen entfernt.

Zum Rezept
Ein Blatt, ein Teig, viel Zimt
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 25 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 75 Minuten
Menge ca. 24 Paparajotes für 4–6 Personen; Rezeptbasis 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Desserts und eigenständige Süßspeisen
Prägende Zutatenfamilie Eier, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Frittieren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der dickflüssige Teig haftet an den Zitronenblättern und bildet beim Frittieren eine knusprige, goldbraune Hülle.
  • Gaseosa bringt zusätzliche Lockerheit in den Teig und sorgt für eine leichte, luftige Textur.
  • Zucker und Zimt setzen einen warmen, aromatischen Kontrast zum feinen Zitrusaroma der Blätter.
  • Das portionsweise Frittieren hält die Öltemperatur stabil und unterstützt eine gleichmäßige Bräunung.

Paparajotes gehören zu den charakteristischen frittierten Süßspeisen der Región de Murcia. Frische Zitronenblätter werden in einen lockeren Teig getaucht, goldbraun ausgebacken und anschließend mit Zucker und Zimt bestreut. Die Blätter geben ihr feines Zitrusaroma an die knusprige Hülle ab, werden aber vor dem Essen entfernt.

Außen sind die Paparajotes knusprig und goldbraun, innen bleibt der Teig zart und leicht. Zimt und Zucker sorgen für warme Süße, während die Zitronenblätter ein feines Zitrusaroma an die Hülle abgeben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zitronenblätter vorbereiten

    Die Zitronenblätter vorsichtig waschen und vollständig trocknen. Sie sollten fest, unbeschädigt und mit einem kurzen Stiel gut greifbar sein. Verwende nur saubere Blätter von einem unbehandelten Zitronenbaum.

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind sauber und vollständig trocken.

    • Feuchtigkeit auf den Blättern kann beim Eintauchen und Frittieren zu Spritzern führen.

    Wichtig: Nur Blätter verwenden, die nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden.

  2. Teig anrühren und ruhen lassen

    Eier, Milch und GaseosaSpanische Bezeichnung für ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk, meist auf Basis von Wasser und Kohlensäure. in der großen Schüssel verquirlen. Das Mehl nach und nach einarbeiten, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht. Zucker und Backpulver zuletzt unterrühren. Der Teig soll an den Blättern haften, aber noch langsam ablaufen. Den Teig 15 Minuten ruhen lassen; währenddessen die restlichen Zutaten und das Frittierzubehör bereitstellen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, dickflüssig und haftet an einem eingetauchten Blatt.

    • Das Mehl portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
    • Die Ruhezeit verbessert die Handhabung des Teigs.
  3. Zucker und Zimt mischen

    Zucker und Zimt auf dem flachen Teller gründlich mischen und zum späteren Bestreuen bereitstellen.

    Daran erkennst du es: Zucker und Zimt sind gleichmäßig verteilt.

  4. Öl erhitzen

    Das Olivenöl in der tiefen Pfanne auf 170–180 °C erhitzen. Es sollte mehrere Zentimeter hoch stehen, aber nicht rauchen.

    175 °C

    Daran erkennst du es: Das Öl ist heiß, aber beginnt nicht zu rauchen.

    • Ein Thermometer erleichtert die Kontrolle der Frittiertemperatur.

    Wichtig: Heiße Ölpfanne standsicher aufstellen und Wasser vom Öl fernhalten.

  5. Paparajotes frittieren

    Jeweils ein Zitronenblatt am Stiel fassen, vollständig durch den Teig ziehen und überschüssigen Teig kurz abtropfen lassen. Die Blätter portionsweise in das heiße Öl geben und pro Seite etwa 1–2 Minuten goldbraun ausbacken. Nicht zu viele gleichzeitig frittieren, damit die Temperatur möglichst stabil bleibt.

    25 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Teighülle ist auf beiden Seiten goldbraun und knusprig.

    • Nach jeder Charge kurz warten, bis das Öl wieder seine Temperatur erreicht.
    • Die Blätter am Stiel halten und den Teig gleichmäßig verteilen.

    Wichtig: Beim Einlegen und Wenden besteht Spritzgefahr durch heißes Öl.

  6. Abtropfen und bestreuen

    Die fertigen Paparajotes mit der Schaumkelle herausheben und kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Noch warm in der Zucker-Zimt-Mischung wenden.

    Daran erkennst du es: Überschüssiges Öl ist abgetropft und die Zucker-Zimt-Mischung haftet an der warmen Hülle.

    • Die Paparajotes kurz abtropfen lassen, aber noch warm wenden, damit die Mischung gut haftet.

    Wichtig: Die frittierten Teighüllen sind unmittelbar nach dem Ausbacken sehr heiß.

  7. Servieren

    Die Paparajotes warm oder lauwarm servieren. Zum Essen den knusprigen Teig vorsichtig vom Zitronenblatt abziehen; das Blatt selbst wird nicht mitgegessen.

    Daran erkennst du es: Die Paparajotes sind warm oder lauwarm und die Blätter lassen sich aus der Hülle entfernen.

    • Vor dem Servieren darauf hinweisen, dass die Zitronenblätter entfernt werden müssen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Zitronenblatt nicht mitessen: Das Zitronenblatt aromatisiert die Teighülle, bleibt aber im fertigen Gericht erhalten und wird vor dem Essen vorsichtig entfernt.
  • In kleinen Portionen frittieren: Zu viele Blätter auf einmal kühlen das Öl ab und können eine fettigere, weniger knusprige Hülle verursachen.
  • Warm servieren: Die Zucker-Zimt-Mischung haftet besonders gut, solange die frittierten Paparajotes noch warm sind.

Zutatenwissen

Gaseosa als Lockerungsmittel

Gaseosa ist eine klare spanische Limonade. Ersatzweise können 200 ml Mineralwasser mit Kohlensäure verwendet werden; der Teig wird dann weniger süß und etwas neutraler im Aroma.

Geeignete Zitronenblätter

Frische Zitronenblätter sind am ehesten bei mediterranen Gärtnereien, auf Wochenmärkten oder von einem eigenen unbehandelten Zitronenbaum erhältlich. Nur saubere, nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelte Blätter verwenden.

Sinnvolle Alternativen

Mineralwasser mit Kohlensäure

Der Teig wird weniger süß und geschmacklich etwas neutraler; die kohlensäurebedingte Lockerung bleibt erhalten.

Die Gaseosa im gleichen Volumen durch 200 ml Mineralwasser mit Kohlensäure ersetzen und wie im Rezept beschrieben unter die Eier und Milch rühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Teig haftet schlecht oder das Öl spritzt stark.

Die Blätter gründlich trocken tupfen und vor dem Eintauchen vollständig abtrocknen lassen.

Blätter vorsichtig aus dem Teig nehmen, trocken tupfen und erneut eintauchen.

Die Paparajotes werden blass und fettig.

In kleinen Portionen frittieren und die Öltemperatur bei etwa 170–180 °C halten.

Die nächste Charge erst einlegen, wenn das Öl wieder ausreichend heiß ist.

Die Teighülle bräunt zu schnell, bevor sie gleichmäßig durchgebacken ist.

Die Temperatur kontrollieren und die Pfanne nicht unbeaufsichtigt lassen.

Hitze reduzieren und die nächste Charge erst bei stabiler Temperatur ausbacken.

Das Zitronenblatt wird versehentlich mitgegessen.

Die Paparajotes ausdrücklich mit dem Hinweis servieren, dass das Blatt nicht mitgegessen wird.

Varianten

Variante mit Mineralwasser

Eine weniger süße, neutralere Teigvariante mit kohlensäurehaltigem Mineralwasser statt Gaseosa.

Weniger süße Bestreuung

Die knusprigen Paparajotes werden mit einer zurückhaltenderen Zucker-Zimt-Mischung bestreut.

Servieren und kombinieren

  • Warm oder lauwarm servieren: Paparajotes schmecken besonders aromatisch, wenn sie noch warm oder lauwarm sind und die Zucker-Zimt-Mischung an der knusprigen Hülle haftet.
  • Mit Hinweis zum Zitronenblatt: Die Paparajotes als ganze Stücke servieren und darauf hinweisen, dass das Zitronenblatt vor dem Essen vorsichtig aus der Teighülle gezogen wird.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Nicht empfohlen, da die frittierte Teighülle beim Einfrieren und Auftauen an Knusprigkeit verlieren kann.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Das Rezept enthält Milch.
  • Eier: enthält · Das Rezept enthält Eier.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann man das Zitronenblatt mitessen?

Nein. Das Blatt aromatisiert die knusprige Teighülle, wird aber vor dem Essen entfernt.

Kann Gaseosa ersetzt werden?

Ja. 200 ml Mineralwasser mit Kohlensäure sind ein möglicher Ersatz. Der Teig wird dann weniger süß und etwas neutraler im Aroma.

Wo bekommt man frische Zitronenblätter?

Am ehesten bei mediterranen Gärtnereien, auf Wochenmärkten oder von einem eigenen unbehandelten Zitronenbaum. Die Blätter müssen sauber und frei von Pflanzenschutzmitteln sein.

Wie werden Paparajotes serviert?

Sie werden warm oder lauwarm serviert und noch warm mit Zucker und Zimt bestreut.

Aus unserer Küche

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