Kartoffeln
Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Schmoren eher ihre Form und geben zugleich etwas Stärke an die Sauce ab.
Kartoffel-Eintopf aus Asturien
Ein schlichter asturischer Kartoffeleintopf mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Paprika, Weißwein und einer sanft gebundenen Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Patatas viudas sind ein fleisch- und fischloser Kartoffeleintopf aus Asturien. KartoffelnVorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Schneiden und Unterheben besser ihre Form, bleiben aber angenehm cremig. werden mit Zwiebeln angeröstet, anschließend mit einem Knoblauch-Petersilien-Majado, Weißwein, Paprika und heißem Wasser langsam geschmort. PaniermehlFein geriebene Semmelbrösel, die zum Panieren, Binden oder Bestreuen verwendet werden. bindet die Sauce leicht, sodass das Gericht heiß und ohne zusätzliche Beilage als eigenständige Mahlzeit serviert werden kann.
Die Kartoffeln sind weich, aber möglichst noch formstabil, und liegen in einer leicht sämigen, aromatischen Sauce. Zwiebel und Knoblauch geben Wärme, Petersilie Frische, Paprika milde Würze und Weißwein eine dezente herbe Tiefe.
Schritt für Schritt
Kartoffeln schälen, waschen und in große, möglichst gleichmäßige Stücke schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Knoblauch und Petersilie grob hacken.
Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und nur leicht goldgelb, nicht stark gebräunt.
Kartoffelstücke dazugeben und 3–4 Minuten unter vorsichtigem Wenden anrösten, damit sie das Zwiebelaroma aufnehmen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke sind außen leicht glänzend und punktuell angebräunt.
Knoblauch und Petersilie in einem Mörser zerdrücken. Mit dem Weißwein verrühren und die Mischung zu den Kartoffeln geben. Paprikapulver und Lorbeerblatt einrühren.
Das Paniermehl mit 100 ml vom heißen Wasser glatt verrühren. Die Mischung in den Topf geben und alles gründlich vermengen.
Daran erkennst du es: Das Paniermehl ist möglichst klümpchenfrei mit der Flüssigkeit verbunden.
Die übrigen 550 ml heißes Wasser angießen. Die Kartoffeln sollen knapp bedeckt sein. Kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Gericht 25–30 Minuten zugedeckt sanft schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn ein Messer leicht hineingleitet, und die Sauce ist sämig.
Nach etwa 15 Minuten das Salz einrühren. Die Kartoffeln gelegentlich vorsichtig wenden, damit sie nicht zerfallen. Weitergaren, bis sie weich sind und die Sauce sämig ist.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in die Kartoffeln, ohne dass die Stücke zerfallen.
Den Topf vom Herd nehmen und die Patatas viudas 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce nochmals vorsichtig durchrühren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und die Kartoffelstücke behalten beim vorsichtigen Durchrühren ihre Form.
Gut zu wissen
Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Schmoren eher ihre Form und geben zugleich etwas Stärke an die Sauce ab.
Das Paniermehl wird mit einem Teil des heißen Wassers glatt angerührt und bindet die Schmorflüssigkeit sanft, ohne eine dicke Mehlsauce zu bilden.
Die Weinnote und die leichte Säure fehlen; der Eintopf schmeckt milder und geradliniger.
Den Weißwein durch 100 ml ungesüßten Gemüsefond oder heißes Wasser ersetzen und wie im Rezept mit dem Majado zu den Kartoffeln geben.
Die Sauce bleibt ähnlich sämig, abhängig von der verwendeten glutenfreien Mischung.
Glutenfreies Paniermehl in gleicher Menge verwenden und ebenfalls mit 100 ml heißem Wasser glatt verrühren.
Große, möglichst gleichmäßige Stücke schneiden und die Kartoffeln nur vorsichtig wenden.
Falls die Sauce bereits sehr dick ist, vorsichtig etwas heißes Wasser einrühren und nicht weiter stark rühren.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Zwiebel weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Eine leicht gebräunte Zwiebel kann weiterverwendet werden; bei deutlich verbrannten Stellen besser mit einer neuen Zwiebel beginnen.
Die Kartoffeln vollständig garen und die zehnminütige Ruhezeit einhalten.
Den Eintopf ohne Deckel kurz weiterziehen lassen und dabei vorsichtig rühren, ohne die Kartoffeln zu zerdrücken.
Eine alkoholfreie Version mit Gemüsefond oder Wasser anstelle des Weißweins.
Eine frischere Variante mit etwas mehr glatter Petersilie, ohne die Grundstruktur des Eintopfs zu verändern.
Das Gericht kann bis zu 12 Stunden im Voraus gekocht und abgedeckt gekühlt werden. Beim späteren Erwärmen vorsichtig vorgehen, da die Kartoffeln nach dem Durchkühlen weicher werden können.
Nach dem Abkühlen in einen gut verschließbaren Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren vorsichtig und vollständig erhitzen; bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Kartoffeln können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren; Einfrieren wird daher nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind geeignet, weil sie beim Schmoren weich werden, aber möglichst noch als Stücke erhalten bleiben.
Ja. Ungesüßter Gemüsefond oder zusätzliches heißes Wasser kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Weinnote und etwas Säure fehlen dann.
In dieser Rezeptfassung wird das Salz nach etwa 15 Minuten eingerührt. So bleibt die vorgegebene Zubereitungsabfolge erhalten und die Würzung kann während des Garens kontrolliert werden.
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