Patatas viudas aus Asturien

Kartoffel-Eintopf aus Asturien

Ein schlichter asturischer Kartoffeleintopf mit Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Paprika, Weißwein und einer sanft gebundenen Sauce.

Zum Rezept
Patatas viudas aus Asturien
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 65 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das kurze Anrösten der Kartoffeln und Zwiebeln vertieft das Aroma, ohne die Zwiebeln stark zu bräunen.
  • Das Knoblauch-Petersilien-Majado verteilt seine Würze gleichmäßig in der Schmorflüssigkeit.
  • Paniermehl sorgt für eine sanft sämige Sauce, während das zugedeckte Schmoren die Kartoffeln gleichmäßig gart.

Patatas viudas sind ein fleisch- und fischloser Kartoffeleintopf aus Asturien. KartoffelnVorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Schneiden und Unterheben besser ihre Form, bleiben aber angenehm cremig. werden mit Zwiebeln angeröstet, anschließend mit einem Knoblauch-Petersilien-Majado, Weißwein, Paprika und heißem Wasser langsam geschmort. PaniermehlFein geriebene Semmelbrösel, die zum Panieren, Binden oder Bestreuen verwendet werden. bindet die Sauce leicht, sodass das Gericht heiß und ohne zusätzliche Beilage als eigenständige Mahlzeit serviert werden kann.

Die Kartoffeln sind weich, aber möglichst noch formstabil, und liegen in einer leicht sämigen, aromatischen Sauce. Zwiebel und Knoblauch geben Wärme, Petersilie Frische, Paprika milde Würze und Weißwein eine dezente herbe Tiefe.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Kartoffeln schälen, waschen und in große, möglichst gleichmäßige Stücke schneiden. Die Zwiebel fein würfeln. Knoblauch und Petersilie grob hacken.

    • Gleichmäßig große Kartoffelstücke garen möglichst gleichzeitig.
  2. Zwiebel dünsten

    Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und nur leicht goldgelb, nicht stark gebräunt.

    • Bei zu hoher Hitze kann die Zwiebel bitter werden; lieber etwas länger und sanfter dünsten.
  3. Kartoffeln anrösten

    Kartoffelstücke dazugeben und 3–4 Minuten unter vorsichtigem Wenden anrösten, damit sie das Zwiebelaroma aufnehmen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke sind außen leicht glänzend und punktuell angebräunt.

    • Nicht zu kräftig rühren, damit die Stücke ihre Form behalten.
  4. Majado und Würze vorbereiten

    Knoblauch und Petersilie in einem Mörser zerdrücken. Mit dem Weißwein verrühren und die Mischung zu den Kartoffeln geben. Paprikapulver und Lorbeerblatt einrühren.

    • Das Zerdrücken im Mörser verteilt Knoblauch und Petersilie gleichmäßig in der späteren Sauce.
  5. Sauce binden

    Das Paniermehl mit 100 ml vom heißen Wasser glatt verrühren. Die Mischung in den Topf geben und alles gründlich vermengen.

    Daran erkennst du es: Das Paniermehl ist möglichst klümpchenfrei mit der Flüssigkeit verbunden.

    • Das Paniermehl zuerst mit einem Teil des Wassers anrühren, damit es sich gleichmäßiger verteilt.
  6. Kartoffeln schmoren

    Die übrigen 550 ml heißes Wasser angießen. Die Kartoffeln sollen knapp bedeckt sein. Kurz aufkochen, dann die Hitze reduzieren und das Gericht 25–30 Minuten zugedeckt sanft schmoren lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn ein Messer leicht hineingleitet, und die Sauce ist sämig.

    • Während des Schmorens gelegentlich vorsichtig wenden, damit die Kartoffeln nicht am Topfboden ansetzen oder zerfallen.
  7. Würzen und Garzustand prüfen

    Nach etwa 15 Minuten das Salz einrühren. Die Kartoffeln gelegentlich vorsichtig wenden, damit sie nicht zerfallen. Weitergaren, bis sie weich sind und die Sauce sämig ist.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in die Kartoffeln, ohne dass die Stücke zerfallen.

    • Die Kartoffeln lieber vorsichtig wenden als kräftig umrühren.
  8. Ruhen lassen und servieren

    Den Topf vom Herd nehmen und die Patatas viudas 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Vor dem Servieren das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce nochmals vorsichtig durchrühren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht sämig und die Kartoffelstücke behalten beim vorsichtigen Durchrühren ihre Form.

    • Durch die Ruhezeit bindet die Sauce noch etwas nach.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Wassermenge beurteilen: Die Kartoffeln sollen knapp bedeckt sein. Je nach Topfbreite und Größe der Kartoffelstücke kann die benötigte Wassermenge geringfügig abweichen.
  • Kartoffeln schonen: Während des Schmorens und beim abschließenden Durchrühren nur vorsichtig wenden, damit die Kartoffeln nicht zerfallen und die Sauce nicht breiig wird.
  • Sauce nachziehen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit ist Teil des Ergebnisses: Die Sauce wird etwas sämiger und die Aromen verbinden sich weiter.

Zutatenwissen

Kartoffeln

Vorwiegend festkochende Kartoffeln behalten beim Schmoren eher ihre Form und geben zugleich etwas Stärke an die Sauce ab.

Paniermehl als Bindung

Das Paniermehl wird mit einem Teil des heißen Wassers glatt angerührt und bindet die Schmorflüssigkeit sanft, ohne eine dicke Mehlsauce zu bilden.

Sinnvolle Alternativen

Ungesüßter Gemüsefond oder zusätzliches heißes Wasser

Die Weinnote und die leichte Säure fehlen; der Eintopf schmeckt milder und geradliniger.

Den Weißwein durch 100 ml ungesüßten Gemüsefond oder heißes Wasser ersetzen und wie im Rezept mit dem Majado zu den Kartoffeln geben.

Glutenfreies Paniermehl

Die Sauce bleibt ähnlich sämig, abhängig von der verwendeten glutenfreien Mischung.

Glutenfreies Paniermehl in gleicher Menge verwenden und ebenfalls mit 100 ml heißem Wasser glatt verrühren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Kartoffelstücke zerfallen beim Schmoren oder Rühren.

Große, möglichst gleichmäßige Stücke schneiden und die Kartoffeln nur vorsichtig wenden.

Falls die Sauce bereits sehr dick ist, vorsichtig etwas heißes Wasser einrühren und nicht weiter stark rühren.

Die Sauce schmeckt bitter oder die Zwiebel ist stark dunkel gebräunt.

Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Zwiebel weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.

Eine leicht gebräunte Zwiebel kann weiterverwendet werden; bei deutlich verbrannten Stellen besser mit einer neuen Zwiebel beginnen.

Die Sauce bleibt wässrig.

Die Kartoffeln vollständig garen und die zehnminütige Ruhezeit einhalten.

Den Eintopf ohne Deckel kurz weiterziehen lassen und dabei vorsichtig rühren, ohne die Kartoffeln zu zerdrücken.

Varianten

Alkoholfreie Fassung

Eine alkoholfreie Version mit Gemüsefond oder Wasser anstelle des Weißweins.

Kräuterbetonte Fassung

Eine frischere Variante mit etwas mehr glatter Petersilie, ohne die Grundstruktur des Eintopfs zu verändern.

Servieren und kombinieren

  • Als eigenständige Hauptmahlzeit: Heiß in tiefen Tellern servieren. Das Gericht ist durch die Kartoffeln und die gebundene Sauce als eigenständiger Kartoffel-Eintopf gedacht und benötigt keine zusätzliche Beilage.
  • Mit Brot zum Auftunken: Wer möchte, kann kräftiges Brot dazu reichen, um die sämige Sauce aufzunehmen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gericht kann bis zu 12 Stunden im Voraus gekocht und abgedeckt gekühlt werden. Beim späteren Erwärmen vorsichtig vorgehen, da die Kartoffeln nach dem Durchkühlen weicher werden können.

Aufbewahren

Nach dem Abkühlen in einen gut verschließbaren Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren vorsichtig und vollständig erhitzen; bei Bedarf etwas Wasser ergänzen.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.

Einfrieren

Kartoffeln können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren; Einfrieren wird daher nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Herd: In einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erwärmen und vorsichtig wenden. Falls die Sauce zu dick geworden ist, esslöffelweise Wasser ergänzen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welche Kartoffeln eignen sich für Patatas viudas?

Vorwiegend festkochende Kartoffeln sind geeignet, weil sie beim Schmoren weich werden, aber möglichst noch als Stücke erhalten bleiben.

Kann der Weißwein ersetzt werden?

Ja. Ungesüßter Gemüsefond oder zusätzliches heißes Wasser kann in gleicher Menge verwendet werden. Die Weinnote und etwas Säure fehlen dann.

Warum wird das Salz erst während des Schmorens eingerührt?

In dieser Rezeptfassung wird das Salz nach etwa 15 Minuten eingerührt. So bleibt die vorgegebene Zubereitungsabfolge erhalten und die Würzung kann während des Garens kontrolliert werden.

Aus unserer Küche

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