Geeignete Lammstücke
Lammschulter oder Lammhals eignen sich wegen ihres Bindegewebes gut für das längere Schmoren und bleiben bei sanfter Hitze aromatisch.
Aragonesischer Lammeintopf
Bodenständiger aragonesischer Lammeintopf mit langsam geschmortem Lamm, Kartoffeln und einer fein säuerlichen Milch-Kräuter-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cordero a la pastora verbindet kräftig angebratenes Lamm mit kleinen festkochenden Kartoffeln, aromatischen Kräutern und einer sämigen Sauce aus Milch, Weißwein und Wasser. Der Essig wird erst am Ende eingerührt und gibt dem reichhaltigen Schmortopf eine feine, ausgewogene Säure.
Das Lamm wird zart und saftig, während die Kartoffeln weich, aber formstabil bleiben. Die Sauce ist cremig und würzig, mit warmen Aromen von Knoblauch, Lorbeer, Rosmarin und Thymian sowie einer dezent säuerlichen Note vom Weißweinessig.
Schritt für Schritt
Das Lamm mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit dem Salz würzen. Die Kartoffeln je nach Größe ganz lassen oder halbieren.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist trockengetupft und gleichmäßig gewürzt.
Das Olivenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Die Fleischstücke portionsweise bei mittlerer bis hoher Hitze rundum kräftig anbraten, insgesamt etwa 8 bis 10 Minuten. Das Fleisch herausnehmen.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum gebräunt, ohne bereits vollständig durchgegart zu sein.
Knoblauch, Pfefferkörner, Gewürznelke, Lorbeerblatt, Rosmarin und Thymian in den Topf geben. Kurz anrösten, dann den Weißwein angießen und 2 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Der Wein ist leicht reduziert und löst aromatische Röststoffe vom Topfboden.
Das Mehl über den Topfinhalt streuen und gründlich einrühren. Milch und Wasser nach und nach zugießen, dabei ständig rühren, damit eine glatte Sauce entsteht.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist glatt und weist keine sichtbaren Mehlklumpen auf.
Das Lamm wieder in den Topf legen. Die Hitze reduzieren, den Deckel auflegen und das Fleisch 30 Minuten sanft schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce bewegt sich nur sanft und das Lamm beginnt weich zu werden.
Die Kartoffeln hinzufügen und alles weitere 25 bis 30 Minuten zugedeckt garen, bis Lamm und Kartoffeln weich sind. Bei Bedarf etwas Wasser nachgießen; die Sauce soll sämig bleiben und nicht trocken werden.
Daran erkennst du es: Ein Messer gleitet leicht in die Kartoffeln, und das Lamm lässt sich zart einstechen.
Lorbeerblatt und Kräuterzweige entfernen. Essig und Petersilie verrühren, in den nicht mehr stark sprudelnden Eintopf geben und 2 Minuten ziehen lassen. Abschmecken und vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig, aromatisch und durch den Essig ausgewogen abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Lammschulter oder Lammhals eignen sich wegen ihres Bindegewebes gut für das längere Schmoren und bleiben bei sanfter Hitze aromatisch.
Kleine festkochende Kartoffeln behalten beim Schmoren besser ihre Form. Größere Exemplare halbieren, damit sie rechtzeitig weich werden.
Mehl und Vollmilch werden nach und nach eingerührt. Langsames Zugießen verhindert Klumpen und ergibt eine glatte Sauce.
Die Sauce wird etwas weniger vollmundig und kann leicht süßlicher schmecken.
Den Haferdrink wie die Milch nach und nach einrühren. Eine ausdrücklich glutenfreie Variante nur mit entsprechend gekennzeichnetem Haferdrink verwenden.
Die Sauce bindet etwas neutraler und kann geringfügig weniger cremig wirken.
Das Reismehl anstelle des Mehls einrühren und anschließend Flüssigkeit wie angegeben zugießen.
Die Sauce verliert etwas Säure und Frucht; der Weißweinessig am Ende bleibt besonders wichtig für den Ausgleich.
Das Wasser zum Ablöschen verwenden und anschließend wie beschrieben einkochen lassen.
Das Fleisch portionsweise und mit Abstand anbraten.
Das Fleisch herausnehmen, die Flüssigkeit etwas verdampfen lassen und die nächste Portion bei höherer Hitze bräunen.
Die Flüssigkeit portionsweise einarbeiten und jeden Zug glatt rühren.
Die Sauce durch ein feines Sieb in einen sauberen Topf passieren und anschließend vorsichtig weitergaren.
Die Hitze niedrig halten und den Eintopf nur vorsichtig bewegen.
Nicht weiter umrühren und die restliche Garzeit bei sehr kleiner Hitze beenden.
Die Sauce regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf etwas Wasser nachgießen.
Schrittweise heißes Wasser einrühren und den Eintopf bei niedriger Hitze wieder cremig ziehen lassen.
Der Weißwein wird durch Wasser ersetzt; der Essig sorgt weiterhin für die notwendige feine Säure.
Die Kräuternote wird verstärkt, ohne die Grundtechnik des Schmorens zu verändern.
Eine ungesüßte pflanzliche Alternative ersetzt die Vollmilch; die Sauce bleibt leicht gebunden.
Den Eintopf vollständig garen, rasch abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Beim Aufwärmen die Sauce vorsichtig erhitzen und bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen.
Reste innerhalb von zwei Stunden nach dem Servieren abkühlen lassen und anschließend luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
Nur die benötigte Menge entnehmen und vollständig durcherhitzen.
Kartoffeln und Milch-Sauce können nach dem Einfrieren und Auftauen an Struktur verlieren; frisch zubereitet oder gekühlt aufbewahrt ist die Qualität besser.
Häufig gefragt
Lammschulter oder Lammhals in 5 bis 6 cm großen Stücken eignen sich besonders gut, weil sie beim sanften Schmoren zart werden.
Kleine Kartoffeln können ganz bleiben. Größere Kartoffeln halbieren, damit sie innerhalb der angegebenen Zeit weich werden.
Milch verbindet sich mit dem Mehl zu einer milden, sämigen Sauce und rundet die kräftigen Aromen von Lamm, Wein und Kräutern ab.
Ja. Er kann durch 100 ml Wasser ersetzt werden. In diesem Fall sorgt der Weißweinessig am Ende für den wichtigen säuerlichen Ausgleich.
Der Essig wird erst am Ende zusammen mit der Petersilie eingerührt, wenn der Eintopf nicht mehr stark sprudelt.
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