Caldera de peix a la menorquina

Fischsuppe aus Menorca

Kräftige menorquinische Fischsuppe aus gemischtem Fisch, Tomaten, grünem Paprika, Zwiebel, Knoblauch und Safran, serviert mit geröstetem Brot und ausgelöstem Fisch im klaren Sud.

Zum Rezept
Caldera de peix a la menorquina
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 70 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Rösten und Ofenbraten, Sanftes Köcheln, Ziehenlassen und Aufgießen
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anbraten des Fisches und das Einkochen des Sofritos verleihen dem Sud Tiefe und kräftige Röstaromen.
  • Das anschließende sanfte Garen mit Fischgräten und -köpfen sorgt für einen vollmundigen, klaren Fischsud.
  • Safran bringt eine feine florale Würze und warme Farbe in die Suppe.
  • Geröstetes Brot nimmt den heißen Sud auf und ergänzt den zarten Fisch mit einer herzhaften, knusprig-weichen Textur.

Caldera de peix a la menorquina ist eine eigenständige menorquinische Fischsuppe mit einem aromatischen Sud aus gemischtem Fisch, Gemüse und Safran. Der Fisch wird zunächst angebraten, anschließend mit dem Sofrito und Wasser gegart, der Sud abgeseiht und mit dem ausgelösten Fisch sowie gerösteten Brotscheiben serviert.

Die Suppe duftet intensiv nach Fisch, Tomate, Knoblauch und Safran. Der Sud ist klar, kräftig und leicht ölig, mit einer milden Gemüse-Süße und salziger Meereswürze. Das ausgelöste Fischfleisch bleibt zart, während das Brot außen trocken und goldbraun, im Sud jedoch weich und aromatisch wird.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fisch würzen und ruhen lassen

    Den Fisch unter kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Große Fische in handliche Stücke teilen, Köpfe und Gräten unbedingt mitverwenden. Mit etwa 5 g des fest dosierten Salzes würzen und 10 Minuten ruhen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Fisch ist trockengetupft und gleichmäßig gesalzen.

    • Köpfe und Gräten geben dem Sud besonders viel Geschmack.
    • Der Fisch sollte vor dem Anbraten möglichst trocken sein.

    Wichtig: Rohe Fischreste, Hände und Arbeitsflächen nach der Vorbereitung gründlich reinigen.

  2. Brot rösten

    Das Brot in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Auf einem Backblech im vorgeheizten Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze 8 bis 10 Minuten rösten, bis die Scheiben trocken und goldbraun sind.

    10 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Brotscheiben sind trocken und goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.

    • Das Brot kann während des weiteren Kochens vollständig auskühlen.
    • Bei sehr frischem Brot verlängert sich die Röstzeit möglicherweise leicht.
  3. Fisch anbraten

    30 ml des Olivenöls in einem breiten schweren Topf erhitzen. Die Fischstücke portionsweise etwa 2 Minuten pro Seite anbraten und anschließend herausnehmen. Sie müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchgegart sein.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist leicht gebräunt, das Innere darf noch roh sein.

    • Den Topf nicht überfüllen, damit der Fisch brät statt zu dünsten.
    • Das Öl für das Sofrito im Topf lassen.

    Wichtig: Roher Fisch wird später vollständig im Sud gegart; angebratene Stücke bis dahin sauber getrennt halten.

  4. Sofrito kochen

    Das übrige Olivenöl in den Topf geben. Zwiebel und grünen Paprika bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch zufügen und 1 Minute mitgaren.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Zwiebel und Paprika sind weich, ohne stark gebräunt zu sein; der Knoblauch duftet aromatisch.

    • Bei Bedarf die Hitze reduzieren, damit der Knoblauch nicht bitter wird.
  5. Tomaten einkochen

    Die gehackten Tomaten einrühren und das Sofrito 10 bis 12 Minuten einkochen lassen, bis die Tomaten zerfallen und die Mischung deutlich sämiger ist.

    11 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomaten sind zerfallen und das Sofrito wirkt sichtbar sämiger.

    • Regelmäßig umrühren, damit das eingekochte Sofrito nicht am Topfboden ansetzt.
  6. Fischsud garen

    Den angebratenen Fisch zurück in den Topf geben und mit 1,5 l Wasser auffüllen. Langsam zum Sieden bringen und 25 Minuten offen bei niedriger bis mittlerer Hitze garen. Aufsteigenden Schaum zwischendurch mit der Schöpfkelle abschöpfen.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud bewegt sich nur sanft, und der Fisch ist gegart, ohne stark zu zerfallen.

    • Ein starkes Sprudeln kann den Sud trüben und den Fisch zerfallen lassen.
    • Der Topf bleibt offen, damit der Sud aromatisch konzentriert bleibt.

    Wichtig: Den Fisch vollständig garen, bevor er ausgelöst und serviert wird.

  7. Safran ziehen lassen und Sud abseihen

    Die SafranfädenSafranfäden werden erst mit heißem Sud verrührt, bevor sie in den Topf kommen. mit einer Kelle heißem Sud verrühren und in den Topf geben. Weitere 5 Minuten sanft ziehen lassen. Den Sud anschließend durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sud hat eine warme goldene Farbe und ein deutliches Safranaroma.

    • Das Verrühren mit heißem Sud verteilt die Safranfäden gleichmäßiger.
    • Beim Abseihen den Sud nicht stark durch das Sieb pressen, wenn er klar bleiben soll.

    Wichtig: Der Sud ist sehr heiß; beim Umgießen vorsichtig arbeiten.

  8. Fisch auslösen und Sud abschmecken

    Den Fisch vorsichtig abkühlen lassen, das Fleisch von Haut und Gräten lösen und in mundgerechte Stücke teilen. Den klaren Sud erneut erhitzen und zunächst mit dem restlichen fest dosierten Salz, anschließend mit Salz zum Abschmecken würzen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fischfleisch ist von Haut und Gräten befreit, und der Sud schmeckt ausgewogen salzig.

    • Die Fischstücke behutsam auslösen, damit sie möglichst groß und saftig bleiben.
    • Erst nach dem erneuten Erhitzen abschmecken, weil der Sud beim Garen konzentriert wird.

    Wichtig: Den Fisch nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen; nach kurzem Abkühlen zügig weiterarbeiten.

  9. Suppe anrichten und ruhen lassen

    Jeweils einige geröstete Brotscheiben in vorgewärmte tiefe Teller legen. Den heißen Sud darübergeben, das ausgelöste Fischfleisch darauf verteilen und die Suppe 2 Minuten ruhen lassen, damit das Brot etwas Sud aufnehmen kann.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist an der Oberfläche noch leicht fest und im Inneren aromatisch vom Sud durchzogen.

    • Die Teller vorwärmen, damit der Sud beim Servieren heiß bleibt.
    • Für knusprigeres Brot die Scheiben erst unmittelbar vor dem Übergießen in die Teller legen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Köpfe und Gräten mitverwenden: Köpfe und Gräten sind ein wesentlicher Bestandteil des kräftigen Fischsuds. Sie werden mitgekocht und anschließend beim Abseihen entfernt.
  • Sud klar halten: Den Fischsud nur sanft köcheln lassen und den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Beim Abseihen den Inhalt nicht stark durch das Sieb drücken.
  • Brottextur steuern: Für besonders knuspriges Brot die Scheiben erst unmittelbar vor dem Übergießen anrichten. Für eine weichere Variante die Suppe die vollen 2 Minuten ruhen lassen.

Zutatenwissen

Gemischter Fisch für den Sud

Beim Fischhändler nach Morralla oder einer Mischung kleiner Fische und geeigneter Abschnitte für einen kräftigen Sud fragen. Ein ganzer Wolfsbarsch oder eine Dorade zusammen mit Fischkarkassen sind mögliche Ersatzoptionen, ergeben jedoch einen etwas milderen und klareren Geschmack.

Pan de sopas

Pan de sopas ist ein trockenes spanisches Suppenbrot. Altbackenes helles Landbrot funktioniert als Ersatz und nimmt etwas mehr Sud auf.

Safranfäden

Safranfäden werden erst mit heißem Sud verrührt, bevor sie in den Topf kommen. Eine kleine Prise Kurkuma kann die Farbe ersetzen, verändert aber das feine florale Aroma.

Sinnvolle Alternativen

Ganzer Wolfsbarsch oder Dorade mit Fischkarkassen

Der Sud wird etwas milder und klarer als mit einer Morralla-Mischung.

Den Fisch wie beschrieben anbraten und die Karkassen vollständig im Sud mitgaren. Vor dem Servieren sorgfältig auslösen und alle Gräten entfernen.

Altbackenes helles Landbrot

Das Brot wird etwas weicher und nimmt mehr Sud auf.

In etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden und wie Pan de sopas rösten.

Kurkuma

Die Suppe erhält Farbe, aber ein weniger feines und weniger florales Aroma.

Kurkuma vorsichtig in den heißen Sud einrühren und erst danach abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Fisch bräunt kaum und gibt viel Flüssigkeit ab.

Den Fisch portionsweise in einem breiten schweren Topf anbraten.

Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen, den Topf wieder erhitzen und die restlichen Stücke in kleineren Portionen bräunen.

Der Sud wird trüb und der Fisch zerfällt stark.

Nach dem Aufkochen die Hitze auf niedrig bis mittel reduzieren und den Sud offen nur sanft garen.

Den Sud durch ein feines Sieb abseihen und den ausgelösten Fisch vorsichtig erst am Ende wieder einlegen.

Das Sofrito schmeckt bitter oder verbrannt.

Den Knoblauch erst nach dem Weichdünsten von Zwiebel und Paprika zugeben und nur etwa 1 Minute mitgaren.

Bei stark verbranntem Knoblauch das Sofrito nicht weiterverwenden; bei leichter Bräunung sofort Tomaten einrühren und die Hitze reduzieren.

Das Brot zerfällt vollständig in der Suppe.

Das Brot in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, kräftig rösten und erst unmittelbar vor dem Servieren anrichten.

Zusätzliche Brotscheiben rösten und die Suppe mit frischem Brot servieren.

Varianten

Besonders knusprige Brotvariante

Das Brot wird stärker geröstet und erst beim Servieren kurz mit heißem Sud benetzt, damit es länger Biss behält.

Mildere Fischsuppe

Ein ganzer Wolfsbarsch oder eine Dorade mit Fischkarkassen ergibt einen milderen und klareren Sud.

Farbvariante mit Kurkuma

Kurkuma ersetzt den Safran nur für die Farbe und verleiht der Suppe ein anderes, weniger florales Aroma.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit geröstetem Brot: Die heißen Teller mit mehreren gerösteten Brotscheiben auslegen, den klaren Sud darübergeben und den ausgelösten Fisch obenauf verteilen.
  • Mit besonders knusprigem Brot: Die Brotscheiben erst unmittelbar vor dem Servieren in die Teller legen und die Suppe ohne lange Ruhezeit darübergeben, damit sie möglichst viel Biss behalten.
  • Weich im Sud: Die Brotscheiben etwas länger im heißen Sud ruhen lassen, damit sie sich vollständig mit dem aromatischen caldo vollsaugen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Den Sud und den ausgelösten Fisch getrennt voneinander zubereiten und gekühlt aufbewahren. Das Brot erst kurz vor dem Servieren rösten und die Suppe anschließend vollständig erhitzen.

Aufbewahren

Die Suppe nach dem Kochen zügig abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Brot separat bei Raumtemperatur aufbewahren, damit es nicht durchweicht.

Fischsuppe nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.

Einfrieren

Das Brot verliert nach dem Einfrieren und Auftauen deutlich an Textur; auch der Fisch kann trockener und der Sud weniger klar werden.

Aufwärmen

  • Topf: Sud und Fisch in einem Topf langsam und unter vorsichtigem Rühren erhitzen. Das Brot separat rösten und erst beim Servieren zugeben.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Das Rezept enthält gemischten Fisch einschließlich Köpfen und Gräten.
  • Gluten: enthält · Pan de sopas oder helles Landbrot wird üblicherweise aus glutenhaltigem Getreide hergestellt; die konkrete Produktdeklaration prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Fisch eignet sich für die Caldera de peix?

Am besten eignet sich eine gemischte Fischmischung für Suppe, auf Menorca auch Morralla genannt. Falls sie nicht erhältlich ist, können Wolfsbarsch oder Dorade zusammen mit Fischkarkassen verwendet werden.

Kann ich Pan de sopas ersetzen?

Ja. Altbackenes helles Landbrot ist ein geeigneter Ersatz. Es wird etwas weicher und nimmt mehr Sud auf.

Kann Safran ersetzt werden?

Eine kleine Prise Kurkuma kann die Farbe ersetzen. Das Aroma wird dadurch jedoch weniger fein und floral.

Wie bleibt das Brot knusprig?

Die Brotscheiben erst unmittelbar vor dem Servieren in die Teller legen und die Suppe nur kurz ruhen lassen. Für eine weichere Variante kann die Suppe länger auf dem Brot stehen.

Aus unserer Küche

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