Geeignete Lammstücke
Schulter und Hals eignen sich für langes Schmoren, weil sie nach ausreichender Garzeit besonders zart werden.
Spanienweit verbreitete Küche
Kräftiger spanischer Lammschmortopf mit angebratenem Lamm, Paprika, Tomate, Knoblauch und einer bindenden Picada aus geröstetem Brot und Petersilie.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Caldereta de cordero ist ein aromatischer spanischer Lammschmortopf mit langsam geschmortem Fleisch und einer sämigen Sauce. In dieser Hausversion verbinden sich ein kräftiges Sofrito aus Zwiebeln, Paprika und Tomate, trocken eingekochter Weißwein und eine fein zeriebene Picada aus Brot, Knoblauch und Petersilie.
Das Lamm wird zart und saftig, während die Sauce dunkelwürzig, leicht rauchig vom Paprikapulver und sämig durch die Picada wirkt. Zwiebel und Tomate bringen milde Süße, Knoblauch und Petersilie setzen frische, herzhafte Akzente.
Schritt für Schritt
Das Lammfleisch trocken tupfen und mit der fest dosierten Menge Salz und Pfeffer würzen. 10 Minuten ruhen lassen. Währenddessen Zwiebeln, Paprika und Knoblauch vorbereiten, die Tomaten reiben und das Brot würfeln.
Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Das Lamm portionsweise rundum kräftig anbraten, damit der Topfboden nicht abkühlt. Die Fleischstücke herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Fleischstücke sind rundum gebräunt, ohne bereits vollständig durchgegart zu sein.
Im gleichen Topf das Brot mit einem Teil des Knoblauchs goldbraun rösten. Beides herausnehmen. Zwiebeln und Paprika im verbliebenen Öl 8 bis 10 Minuten weich schmoren.
Daran erkennst du es: Zwiebeln und Paprika sind weich und leicht goldbraun, aber nicht dunkel verbrannt.
Das PaprikapulverGemahlenes Paprikagewürz mit je nach Sorte mildem, fruchtigem oder scharfem Aroma. kurz einrühren. Die geriebenen Tomaten dazugeben und etwa 8 Minuten einkochen lassen, bis das Sofrito deutlich sämiger ist.
Daran erkennst du es: Das Sofrito ist sämig und wirkt nicht mehr wässrig.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten offen einkochen lassen. Das Lamm wieder in den Topf geben. Fond, Lorbeerblatt und Thymian hinzufügen. Alles knapp unter dem Siedepunkt auf niedriger Stufe 60 bis 70 Minuten zugedeckt schmoren, bis das Fleisch weich ist.
Daran erkennst du es: Das Lamm lässt sich leicht mit einer Gabel teilen und die Sauce umgibt die Fleischstücke sämig.
Geröstetes Brot, den restlichen Knoblauch und die Petersilie mit 3 Esslöffeln Schmorsauce fein zerreiben oder kurz pürieren. Die Picada in den Topf rühren und weitere 10 Minuten offen köcheln lassen, bis die Sauce leicht bindet.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und haftet dünn an den Fleischstücken.
Das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Topf vom Herd nehmen und die Caldereta 10 Minuten ruhen lassen. Heiß in tiefen Schalen mit reichlich eigener Sauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist ausgewogen abgeschmeckt und das Fleisch bleibt beim Servieren zart.
Gut zu wissen
Schulter und Hals eignen sich für langes Schmoren, weil sie nach ausreichender Garzeit besonders zart werden.
Altbackenes Weißbrot nimmt die Schmorsauce gut auf und lässt sich zu einer glatten Picada zerreiben.
Süßes Paprikapulver nur kurz im Fett erwärmen und anschließend mit Tomate ablöschen, damit es nicht bitter wird.
Die Sauce wird weniger weinbetont und etwas milder; ein kleiner Säureakzent fehlt.
Den Weißwein durch 150 ml zusätzlichen Fond ersetzen und diesen beim Ablöschen kurz einkochen lassen.
Die Bindung bleibt ähnlich, sofern das Brot trocken genug ist.
Glutenfreies Weißbrot in Würfel schneiden, ebenso rösten und für die Picada verwenden.
Die Sauce schmeckt etwas leichter und weniger fleischbetont.
Den Fleisch- oder Lammfond vollständig durch Gemüsefond ersetzen.
Das Lamm portionsweise anbraten und zwischen den Durchgängen ausreichend Platz lassen.
Das Fleisch herausnehmen, den Topf wieder stark erhitzen und die nächste Portion separat bräunen.
Paprikapulver nur kurz einrühren und unmittelbar mit den geriebenen Tomaten weiterarbeiten.
Bei starker Bitterkeit das Sofrito nicht weiterverwenden und neu ansetzen.
Bei niedriger Hitze knapp unter dem Siedepunkt schmoren und die Weichheit mit einer Gabel prüfen.
Mit geschlossenem Deckel weiter schmoren und bei Bedarf wenig Fond ergänzen.
Tomaten und Picada jeweils bis zur beschriebenen sämigen Konsistenz einkochen lassen.
Die Caldereta ohne Deckel einige Minuten weiter köcheln lassen, ohne das Fleisch unnötig zu zerkochen.
Eine Version ohne Weißwein mit kräftigem Fond als Ablöschflüssigkeit.
Die Picada wird mit glutenfreiem Weißbrot zubereitet.
Die Grundzubereitung erhält einen frischeren Kräuterakzent durch einen größeren Anteil Petersilie.
Die Caldereta kann bis zu einem Tag im Voraus vollständig gekocht werden. Nach dem Kochen abkühlen lassen, abgedeckt kalt stellen und zum Servieren langsam erhitzen. Die Sauce kann über Nacht etwas stärker binden; bei Bedarf mit wenig Fond ausgleichen.
Reste nach dem Abkühlen in einen abgedeckten Behälter umfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Nur die benötigte Menge entnehmen und wieder gründlich erhitzen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen.
Die vollständig abgekühlte Caldereta portionsweise mit Sauce luftdicht verpacken und einfrieren.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam in einem Topf erhitzen. Bei Bedarf etwas Fond ergänzen.
Die Sauce lässt sich gut einfrieren; die Paprika kann nach dem Auftauen etwas weicher sein.
Häufig gefragt
Lammstücke aus Schulter und Hals eignen sich besonders gut, weil sie für langsames Schmoren geeignet sind. Das Fleisch sollte in etwa 4 bis 5 cm große Stücke geschnitten werden.
Die Picada ist eine fein zerriebene Mischung aus geröstetem Brot, Knoblauch, Petersilie und etwas Schmorsauce. Sie bindet die Sauce leicht und verleiht ihr zusätzliche Tiefe.
Das Lamm ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel teilen lässt. Je nach Größe der Stücke und Temperatur kann das innerhalb des angegebenen Zeitfensters von 60 bis 70 Minuten variieren.
Ja. Er kann durch 150 ml zusätzlichen Fleisch-, Lamm- oder Gemüsefond ersetzt werden. Die Sauce wird dadurch milder und weniger weinbetont.
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