Pollo asado mit Tomate und Paprika

Baskisches Ofengericht

Goldbraun angebratene Hähnchenstücke garen im Ofen mit gerösteten roten PaprikaFeste, reife rote Paprika rösten besonders aromatisch und bringen natürliche Süße in die Sauce., Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Weißwein zu einem herzhaften baskisch inspirierten Schmorgericht.

Zum Rezept
Pollo asado mit Tomate und Paprika aus dem País Vasco
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Menge 4 Personen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Gemüse
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Rösten und Ofenbraten, Sanftes Köcheln
Würzanwendung Während des Garens bestreichen oder begießen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das scharfe Anbraten entwickelt Röstaromen und löst geschmackvolle Bratensäfte für die Sauce.
  • Geröstete Paprika bringen Süße und eine leicht rauchige Note in die Tomatenbasis.
  • Weißwein und Sherry-Essig geben der reichhaltigen Sauce Frische und Tiefe.
  • Die lange Ofengarzeit verbindet Hähnchen, Paprika und Sauce zu einem zusammenhängenden Gericht.

Diese baskische Fassung verbindet kräftig angebratene Hähnchenstücke mit gerösteten roten Paprika und einer aromatischen Tomatensauce. Im Ofen verbinden sich Bratensatz, Gemüse und Sauce, während die Haut der Hähnchenstücke appetitlich gebräunt bleibt.

Saftiges, zartes Hähnchen mit gebräunter Haut trifft auf weiche, süßlich geröstete Paprika und eine sämige Tomatensauce. Die Sauce schmeckt herzhaft, leicht säuerlich und rund, mit einer dezenten Wein- und Knoblauchnote.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hähnchen und Paprika vorbereiten

    Die Hähnchenstücke trocken tupfen und rundum mit etwa 8 g Salz und dem Pfeffer würzen. Die Paprika längs halbieren, Samen und weiße Trennwände entfernen.

    5 Minuten
    • Trockene Hähnchenhaut bräunt im Bräter besser.

    Wichtig: Rohes Geflügel getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände sowie Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.

  2. Paprika rösten

    Den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Paprikahälften mit 15 ml Olivenöl bestreichen und mit der Hautseite nach oben auf ein Blech legen. 20–25 Minuten rösten, bis die Haut dunkle Blasen wirft.

    25 Minuten 220 °C

    Daran erkennst du es: Die Paprikahaut wirft dunkle Blasen.

    • Die Paprikahälften nicht übereinanderlegen, damit die Haut gleichmäßig röstet.
  3. Paprika ruhen lassen und schneiden

    Das Blech herausnehmen, die Paprika mit einem Tuch abdecken und 10 Minuten ruhen lassen. Danach die Haut abziehen und die Paprika in breite Streifen schneiden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Paprika lässt sich ohne Verbrennungsgefahr anfassen und die Haut löst sich leicht.

    • Die Abdeckzeit macht die Haut weicher und erleichtert das Schälen.

    Wichtig: Die Paprika vor dem Schälen kurz abkühlen lassen, da sich unter der Haut heißer Dampf sammeln kann.

  4. Hähnchen anbraten

    Einen schweren, ofenfesten Bräter erhitzen und 25 ml Olivenöl hineingeben. Die Hähnchenstücke portionsweise zuerst auf der Hautseite, dann auf der anderen Seite insgesamt etwa 8 Minuten kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Haut ist goldbraun gebräunt; das Hähnchen muss innen noch nicht vollständig gar sein.

    • Den Bräter nicht überfüllen; bei Bedarf in mehreren Durchgängen arbeiten.

    Wichtig: Rohes Hähnchen nach dem Anbraten nicht auf dieselbe ungesäuberte Unterlage zurücklegen.

  5. Zwiebel und Knoblauch anschwitzen

    Die Zwiebel fein würfeln und im Bräter 5 Minuten glasig braten. Den fein gehackten Knoblauch 1 Minute mitbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und den Bratensatz gründlich lösen.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und glasig, der Knoblauch duftet, ohne dunkel zu werden.

    • Beim Ablöschen den Bratensatz mit einem Holzlöffel lösen, damit er in die Sauce übergeht.

    Wichtig: Beim Ablöschen mit Wein vorsichtig arbeiten, da heißes Fett spritzen kann.

  6. Tomatensauce einkochen

    Tomaten, Hühnerbrühe, Sherry-EssigWürziger Weinessig mit Sherrybezug und je nach Reife deutlichen Wein- und Holznoten. und das restliche Salz einrühren. Die Sauce 10 Minuten offen köcheln lassen, bis sie leicht eingedickt ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und haftet dünn am Löffel.

    • Die Sauce gelegentlich umrühren, damit sie am Bräterboden nicht ansetzt.
  7. Hähnchen und Paprika einsetzen

    Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze herunterstellen. Die Hähnchenstücke mit der Hautseite nach oben in die Sauce legen und die gerösteten Paprikastreifen darum verteilen.

    5 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Hähnchenhaut bleibt möglichst oberhalb der Sauce.

    • Die Hautseite nicht vollständig mit Sauce bedecken, damit sie besser gebräunt bleibt.
  8. Im Ofen garen

    Den Bräter ohne Deckel in den Ofen stellen und 60–70 Minuten garen. Nach etwa 35 Minuten die Sauce über die Hähnchenstücke löffeln.

    70 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Das Hähnchen ist vollständig durchgegart, zart und lässt sich am Knochen leicht lösen; die Sauce ist sämig.

    • Die Garzeit hängt von Größe und Zuschnitt der Hähnchenstücke ab.

    Wichtig: Geflügel erst servieren, wenn es vollständig durchgegart ist und kein roher Kern mehr vorhanden ist.

  9. Ruhen lassen und servieren

    Den Bräter aus dem Ofen nehmen und das Hähnchen 10 Minuten ruhen lassen. Falls die Sauce noch sehr flüssig ist, die Hähnchenstücke und Paprika kurz herausnehmen und die Sauce auf dem Herd 5–8 Minuten einkochen lassen. Das Hähnchen mit den gerösteten Paprika anrichten und die eingedickte Tomatensauce darübergeben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingedickt und umhüllt den Löffel dünn.

    • Während der Ruhezeit verteilt sich der Fleischsaft besser im Hähnchen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Paprika richtig rösten: Die Paprika erst bei hoher Hitze rösten und anschließend abgedeckt ruhen lassen. Dadurch lässt sich die Haut leichter abziehen und das Fruchtfleisch bleibt saftig.
  • Portionsweise anbraten: Ein überfüllter Bräter kühlt stark ab, sodass das Hähnchen eher dämpft als bräunt. Bei Bedarf in mehreren Durchgängen arbeiten.
  • Konsistenz der Sauce: Falls die Sauce nach der Ofengarung zu flüssig ist, kann sie ohne Hähnchen und Paprika kurz auf dem Herd reduziert werden.

Zutatenwissen

Sherry-Essig

Sherry-Essig steht meist bei den Essigen im gut sortierten Supermarkt oder im Feinkostgeschäft. Er gibt der Tomatensauce eine milde, runde Säure.

Rote Paprika

Feste, reife rote Paprika rösten besonders aromatisch und bringen natürliche Süße in die Sauce.

Sinnvolle Alternativen

milder Rotweinessig

Der Geschmack wird kräftiger und etwas weniger weich als mit Sherry-Essig.

Den Rotweinessig zunächst vorsichtig dosieren und die Sauce am Ende abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hähnchenhaut wird blass und weich.

Das Hähnchen trocken tupfen, den Bräter gut vorheizen und portionsweise anbraten.

Die Hautseite vor dem Servieren kurz in einer heißen Pfanne nachbräunen.

Die Paprikahaut wird schwarz und das Fruchtfleisch bitter.

Nach 20 Minuten kontrollieren und die Paprika herausnehmen, sobald die Haut dunkle Blasen wirft.

Verbrannte Haut vollständig abziehen und bitter schmeckende Stellen entfernen.

Die Sauce bleibt wässrig.

Die Sauce vor dem Einsetzen des Hähnchens leicht reduzieren und bei Bedarf am Ende separat einkochen.

Hähnchen und Paprika herausnehmen und die Sauce 5–8 Minuten offen reduzieren.

Varianten

Feinere Paprikasauce

Für eine glattere Sauce werden die gerösteten Paprika nicht nur in Streifen geschnitten, sondern teilweise oder vollständig in die Tomatensauce püriert.

Servieren und kombinieren

  • Mit Brot servieren: Kräftiges Landbrot passt gut dazu, um die eingedickte Tomatensauce aufzunehmen.
  • Mit grünem Salat ergänzen: Ein schlichter grüner Salat bringt Frische und einen knackigen Kontrast zum warmen Schmorgericht.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gericht vollständig garen, innerhalb kurzer Zeit abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Zum Servieren langsam und gründlich erhitzen; die Sauce bei Bedarf mit einem kleinen Schuss Brühe lockern.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen flachen Behälter geben und im Kühlschrank lagern.

Nicht mehrfach erwärmen; nur die benötigte Menge entnehmen und gründlich erhitzen.

Einfrieren

Das abgekühlte Hähnchen mit Sauce und Paprika portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend vollständig durchwärmen.

Die Paprika kann nach dem Auftauen etwas weicher werden; die Sauce lässt sich meist gut einfrieren.

Aufwärmen

  • Herd: Hähnchen, Paprika und Sauce in einen Topf oder Bräter geben, abdecken und bei mittlerer Hitze langsam erwärmen. Zwischendurch etwas Brühe ergänzen, falls die Sauce zu stark eingedickt ist.
  • Backofen: In einer abgedeckten ofenfesten Form bei 160 °C erwärmen, bis das Fleisch bis zur Mitte heiß ist.

Allergene und Nährwerte

  • Sulfite: may_contain · Kann produktabhängig in Wein und Essig enthalten sein; Etikett des verwendeten Produkts prüfen.

Lebensmittelsicherheit

  • Geflügel vollständig garen: Das Hähnchen erst servieren, wenn es vollständig durchgegart ist, der austretende Saft klar ist und kein roher Kern am Knochen verbleibt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Muss ich die Paprika wirklich häuten?

Das Häuten ist nicht zwingend, macht die Paprika aber zarter und die Sauce gleichmäßiger. Wenn die Haut nicht stört, kann sie teilweise daranbleiben.

Kann ich statt eines ganzen Hähnchens andere Stücke verwenden?

Ja. Wichtig ist, dass die Stücke eine ähnliche Größe haben, damit sie gemeinsam gar werden. Die Ofengarzeit kann je nach Stück variieren.

Kann ich den Weißwein ersetzen?

Den Weißwein kannst du durch zusätzliche Hühnerbrühe ersetzen. Die Sauce schmeckt dann etwas weniger aromatisch und weniger fruchtig-säuerlich.

Kann ich die Sauce am Ende pürieren?

Ja. Für eine feinere Variante die Paprika teilweise oder vollständig mit der Tomatensauce pürieren und einige Streifen zum Servieren zurückbehalten.

Aus unserer Küche

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