Frische oder tiefgekühlte Erbsen
Beide Varianten sind im Rezept vorgesehen. Tiefgekühlte Erbsen können direkt aus dem Gefrierzustand in die Sauce gegeben werden; die Garzeit richtet sich nach ihrer tatsächlichen Bissfestigkeit.
Katalanisches Schmorgericht
Goldbraun gebratene Rinder- und Schweinefleischbällchen schmoren in einer kräftigen Tomaten-Weißwein-Sauce mit Erbsen und werden mit einer katalanischen Mandel-Picada gebunden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Mandonguilles amb pèsols ist eine bodenständige katalanische Schmorvariante aus Catalunya. Die Fleischbällchen werden zunächst gebräunt und anschließend in einer Sauce aus Zwiebeln, Tomaten, Weißwein und Brühe sanft fertig gegart. Erbsen und eine grobe Picada aus Mandeln, Knoblauch und Petersilie geben dem Gericht zum Schluss Farbe, Süße und Tiefe.
Saftige, goldbraune Fleischbällchen treffen auf eine sämige, tomatig-würzige Sauce. Die Erbsen bleiben weich und dennoch leicht bissfest, während die Mandel-Picada nussige Tiefe, Knoblauchwürze und frische Petersiliennoten beisteuert.
Schritt für Schritt
Das Brot in kleine Stücke zupfen, mit der Milch übergießen und 10 Minuten weich werden lassen. Anschließend gut ausdrücken.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig weich und lässt sich gut ausdrücken.
Rinder- und Schweinehackfleisch mit dem ausgedrückten Brot, Ei, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer vermengen. Nur so lange arbeiten, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Abgedeckt 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und nach der Ruhezeit formbar.
Wichtig: Rohe Hackfleischmasse nach dem Vermengen umgehend kühlen.
Aus der Masse etwa 16 gleich große Bällchen von jeweils ungefähr 50 g formen. Die Mandonguilles leicht im Mehl wenden und überschüssiges Mehl abschütteln.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind gleichmäßig geformt und dünn mit Mehl überzogen.
45 ml Olivenöl in einer breiten, schweren Kasserolle erhitzen. Die Fleischbällchen portionsweise rundherum 6 bis 8 Minuten goldbraun braten. Sie müssen innen noch nicht vollständig gar sein. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundherum goldbraun.
Wichtig: Rohe Hackfleischbällchen getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln halten.
Das restliche Olivenöl in die Kasserolle geben. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich und leicht goldbraun braten. Den Knoblauch zufügen und 1 Minute mitbraten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und leicht goldbraun, der Knoblauch duftet ohne zu bräunen.
Die geriebenen Tomaten einrühren und 8 bis 10 Minuten einkochen lassen, bis die Flüssigkeit deutlich reduziert ist. Mit dem Weißwein ablöschen und 2 bis 3 Minuten offen köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Tomatenmasse ist sichtbar eingedickt und der Wein leicht reduziert.
Die Fleischbrühe angießen und die angebratenen Mandonguilles wieder in die Kasserolle legen. Zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 18 bis 20 Minuten sanft schmoren lassen. Die Kasserolle gelegentlich vorsichtig rütteln, statt die Fleischbällchen kräftig umzurühren.
Daran erkennst du es: Die Fleischbällchen sind durchgegart und die Sauce bewegt sich nur sanft.
Wichtig: Hackfleischbällchen vollständig durchgaren, bevor sie serviert werden.
Die Erbsen hinzufügen und weitere 8 bis 10 Minuten mitgaren, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnen, falls die Sauce zu stark eindickt.
Daran erkennst du es: Die Erbsen sind weich, behalten aber noch leichten Biss.
Mandeln, Knoblauch und Petersilie im Mörser zu einer groben Paste zerreiben. 60 ml von der Brühe oder Sauce einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist grob pastös und lässt sich in die Sauce einarbeiten.
Die Picada in die Kasserolle geben und alles 4 bis 5 Minuten offen weiterköcheln lassen, damit die Sauce bindet. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Mandonguilles amb pèsols heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht gebunden und haftet an den Fleischbällchen.
Wichtig: Heiß servieren und die Fleischbällchen vor dem Servieren vollständig durchgegart halten.
Gut zu wissen
Beide Varianten sind im Rezept vorgesehen. Tiefgekühlte Erbsen können direkt aus dem Gefrierzustand in die Sauce gegeben werden; die Garzeit richtet sich nach ihrer tatsächlichen Bissfestigkeit.
Für die Picada werden 60 ml aus der bereits vorbereiteten Brühe oder Sauce entnommen, nicht zusätzlich angesetzt.
Geröstete Mandeln geben der Picada ein intensiveres nussiges Aroma als ungeröstete Mandeln.
Die Erbsen können etwas weicher werden, behalten bei kurzer Garzeit aber einen guten Biss.
Tiefgekühlte Erbsen direkt in Schritt 8 zur Sauce geben und nur so lange mitgaren, bis sie weich, aber noch bissfest sind.
Die Picada wird kräftiger und aromatisch etwas herber; die Bindewirkung bleibt ähnlich.
Die gerösteten Haselnüsse anstelle der Mandeln im Mörser zerreiben.
Die Fleischmasse kann etwas weniger vollmundig schmecken, bleibt aber gebunden.
Einen ungesüßten Pflanzendrink verwenden und das Brot wie beschrieben darin einweichen.
Nur so lange vermengen, bis alle Zutaten gleichmäßig verteilt sind.
Die Masse vorsichtig mit leicht angefeuchteten Händen neu formen und nicht weiter bearbeiten.
Portionsweise braten und zwischen den Bällchen etwas Platz lassen.
Die nächste Portion erst anbraten, wenn die Kasserolle wieder ausreichend heiß ist.
Die Kasserolle nur vorsichtig rütteln und die Bällchen beim Schmoren möglichst nicht wenden.
Zerfallene Stücke in der Sauce belassen und die Sauce als rustikales Ragout servieren.
Die Picada erst am Ende zugeben und die Sauce während des Schmorens beobachten.
Mit etwas Wasser verdünnen und kurz sanft weiterköcheln lassen.
Frische Erbsen werden erst gegen Ende des Schmorens zugegeben, damit sie Farbe und Biss behalten.
Eine etwas intensivere Picada verstärkt die nussige und kräuterwürzige Note der Sauce.
Die Petersiliennote wird stärker hervorgehoben, ohne die Grundstruktur des Gerichts zu verändern.
Die Ausgangsgrundlage enthält keine belegte Einfrier- und Auftauanleitung für das fertige Gericht.
Häufig gefragt
Beide Varianten sind im Rezept vorgesehen. Frische Erbsen bringen meist etwas mehr Biss, tiefgekühlte Erbsen sind praktisch und können direkt in die Sauce gegeben werden.
Die Picada ist eine grob zerriebene Mischung aus gerösteten Mandeln, Knoblauch und Petersilie. Mit etwas Brühe oder Sauce wird sie in das Schmorgericht eingearbeitet und bindet die Sauce.
Das Anbraten gibt ihnen eine goldbraune Oberfläche und zusätzliche Röstaromen. Im anschließenden Schmoren garen sie in der Sauce fertig.
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