Mehligkochende Kartoffeln
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Garen leichter und ergeben eine trockene, formbare Hülle für die Füllung.
Katalanische Tapas aus Barcelona
Knusprige katalanische Kartoffelbällchen mit würziger Hackfleischfüllung, cremigem Alioli und pikanter Brava-Sauce.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Bomba de la Barceloneta verbindet eine weiche Kartoffelhülle mit einer würzigen Füllung aus Schweine- und Rinderhackfleisch. Nach dem Panieren werden die gefüllten Kugeln goldbraun frittiert und klassisch mit Alioli und pikanter Brava-Sauce serviert. Das Rezept ist der Barceloneta in Barcelona und damit der katalanischen Tapaküche zugeordnet.
Außen goldbraun und knusprig, innen weich und cremig mit würziger, leicht rauchig-pikanter Hackfleischfüllung. Das Alioli wirkt kühl, mild und knoblauchbetont, während die Brava-Sauce fruchtige Tomatensäure und angenehme Schärfe beisteuert.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und mit Schale in reichlich Salzwasser 25 bis 30 Minuten garen, bis sie weich sind. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, pellen und noch warm fein zerstampfen. Die Kartoffelmasse etwa 15 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln lassen sich leicht mit einem Messer oder einer Gabel durchstechen.
Wichtig: Beim Abgießen und Pellen auf heißes Wasser und heißen Dampf achten.
30 ml Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten weich dünsten. Hackfleisch, Lorbeerblatt, Paprikapulver und Cayennepfeffer zugeben. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen und 8 bis 10 Minuten braten, bis das Fleisch vollständig gegart und leicht gebräunt ist. Tomatenpassata einrühren und 2 Minuten weitergaren. Das Lorbeerblatt entfernen und die Füllung abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist vollständig durchgegart, leicht gebräunt und nicht mehr rosa.
Wichtig: Hackfleisch vollständig durchgaren und die fertige Füllung nicht mit rohem Hackfleisch in Kontakt bringen.
15 ml Olivenöl erhitzen. Zwiebel und Knoblauch 4 bis 5 Minuten weich dünsten. Cayenne-Chilischoten, Paprikapulver und Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen. Weißwein zugießen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten und Hühnerbrühe einrühren, salzen und die Sauce 12 Minuten leise köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und warm halten.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und schmeckt nicht mehr roh nach Mehl oder Wein.
Wichtig: Heiße Sauce vor dem Pürieren kurz vom Herd nehmen und den Stabmixer vollständig eintauchen.
Die abgekühlte Kartoffelmasse in 8 Portionen teilen. Jede Portion in der Handfläche flach drücken, etwa 35 bis 40 g Füllung in die Mitte geben und die Kartoffelmasse darum schließen. Zu gleichmäßigen Kugeln formen und 20 Minuten kalt stellen.
Daran erkennst du es: Die Kugeln sind geschlossen, gleichmäßig geformt und fühlen sich nach dem Kühlen stabil an.
Wichtig: Die Füllung vor dem Formen ausreichend abkühlen lassen, damit die Bombas sicher geformt werden können.
Milch, Knoblauch und Salz in ein hohes, schmales Gefäß geben. Das Olivenöl daraufgießen. Einen Stabmixer auf den Boden stellen und zunächst ohne Bewegung mixen, bis die Masse von unten her emulgiert. Den Mixer langsam nach oben ziehen und das Alioli glatt mixen. Bis zum Servieren kalt stellen.
Daran erkennst du es: Das Alioli ist glatt, cremig und gleichmäßig emulgiert.
Wichtig: Das Mixgefäß beim Start sicher auf eine rutschfeste Fläche stellen.
Mehl, verquirlte Eier und Semmelbrösel jeweils in einen eigenen tiefen Teller geben. Jede Kartoffelkugel zuerst in Mehl, dann im Ei und zuletzt in den Semmelbröseln wenden. Die Panade leicht andrücken.
Daran erkennst du es: Jede Kugel ist vollständig mit einer gleichmäßigen, geschlossenen Panade überzogen.
Wichtig: Hände und Arbeitsfläche nach dem Kontakt mit rohem Ei reinigen.
Das Sonnenblumenöl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Bombas portionsweise 3 bis 4 Minuten goldbraun frittieren. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Panade ist rundum goldbraun und knusprig.
Wichtig: Heißes Öl niemals unbeaufsichtigt lassen und kein Wasser in das Öl gelangen lassen.
Die Bombas heiß mit Alioli und Brava-Sauce servieren. Für die typische Kombination einen Klecks Alioli und etwas pikante Sauce direkt auf jede Kartoffelkugel geben.
Daran erkennst du es: Die Bombas werden heiß und mit beiden Saucen angerichtet serviert.
Gut zu wissen
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen beim Garen leichter und ergeben eine trockene, formbare Hülle für die Füllung.
Die angegebene Ölmenge ist ein Richtwert. Entscheidend ist, dass die Bombas im hohen Topf weitgehend vom Öl umgeben sind.
Kalte Milch und Öl erleichtern die Emulsion. Der Stabmixer sollte zunächst unbewegt am Boden bleiben und erst nach dem Anziehen der Emulsion langsam nach oben geführt werden.
Mit Brühe wird die Sauce etwas weniger säuerlich und weniger weinbetont.
Den Weißwein im Rezept durch alkoholfreien Weißwein oder Hühnerbrühe ersetzen und die Flüssigkeit wie beschrieben einkochen lassen.
Das Alioli kann etwas leichter und weniger vollmundig werden.
Einen ungesüßten, möglichst neutralen Pflanzendrink verwenden und wie die Milch emulgieren.
Die Kruste bleibt knusprig, kann aber etwas feiner oder trockener wirken.
Die glutenfreien Brösel im gleichen Paniergang verwenden.
Die Füllung wird etwas magerer und kräftiger im Geschmack.
Das gemischte Hackfleisch vollständig durch Rinderhackfleisch ersetzen und ebenfalls vollständig durchgaren.
Das Frittierergebnis bleibt mild und knusprig.
Rapsöl mit geeignetem Rauchpunkt verwenden und auf dieselbe Temperatur von 170 bis 175 °C erhitzen.
Kartoffeln nach dem Abgießen ausdampfen lassen und noch warm fein zerstampfen.
Die Kartoffelmasse etwas länger abkühlen lassen und vorsichtig mit zusätzlich trockener Kartoffelmasse stabilisieren, sofern vorhanden.
Die Naht sorgfältig schließen, gleichmäßig formen und die 20-minütige Kühlzeit einhalten.
Aufgerissene Bombas vorsichtig aus dem Öl nehmen und die übrigen Kugeln vor dem Frittieren nochmals kühlen.
Die Öltemperatur bei 170 bis 175 °C halten und portionsweise arbeiten.
Das Öl wieder auf Temperatur bringen und die nächsten Portionen kleiner frittieren.
Kalte Milch verwenden, den Mixer zunächst am Boden stehen lassen und erst nach dem Emulgieren langsam anheben.
Mit einem frischen kleinen Ansatz aus kalter Milch und langsam eingearbeitetem getrenntem Alioli erneut emulgieren.
Gewürze nur kurz anschwitzen und die Flüssigkeit zügig zugeben.
Die Sauce mit zusätzlicher passierter Tomate oder Brühe verdünnen und erneut abschmecken.
Eine deutlich schärfere Variante für Liebhaber intensiver Brava-Sauce.
Eine familienfreundlichere Variante mit weniger Schärfe und stärkerem Tomatenaroma.
Eine Variante mit ausschließlich Rinderhackfleisch statt gemischtem Hackfleisch.
Die Kartoffelmasse und die Hackfleischfüllung können am Vortag zubereitet und getrennt abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die Bombas am nächsten Tag formen, panieren und frisch frittieren. Alioli und Brava-Sauce können ebenfalls am Vortag vorbereitet werden.
Übrig gebliebene frittierte Bombas vollständig abkühlen lassen und abgedeckt im Kühlschrank lagern. Alioli und Brava-Sauce getrennt in verschlossenen Behältern kühlen.
Zubereitete Bombas und Saucen nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Einfrieren ist für die Kombination aus Kartoffelhülle, Panade und Milch-Alioli nicht als Qualitätsmethode vorgesehen.
Häufig gefragt
Die Kühlzeit stabilisiert die Kartoffelhülle und hilft dabei, dass die Kugeln beim Panieren und Frittieren ihre Form behalten.
Milch, Knoblauch, Salz und Öl werden mit dem Stabmixer emulgiert. Der Mixer bleibt zunächst am Boden des hohen Gefäßes und wird erst nach dem Anziehen der Emulsion langsam nach oben gezogen.
Nur so viele, dass sie nicht dicht gedrängt liegen und die Öltemperatur bei 170 bis 175 °C bleibt. Bei einem kleinen Topf portionsweise arbeiten.
Ja. Die Cayenne-Chilischoten reduzieren oder weglassen und die Sauce nach dem Pürieren mit passierten Tomaten oder Brühe abschmecken.
Kartoffelmasse, Füllung und Saucen können bis zum Vortag vorbereitet und gekühlt werden. Formen, Panieren und Frittieren gelingen am besten frisch am Serviertag.
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