Rebhuhn besorgen
Frische oder tiefgekühlte Rebhühner sind meist bei Wildhändlern, gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung erhältlich.
Herzhafte Wildgeflügel-Albóndigas
Zarte Rebhuhnbällchen werden mit Brot, Ei, Knoblauch und Petersilie gebunden, rundum angebraten und in einer fein pürierten Paprikasauce mit Weißwein geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Albóndigas de perdiz ist eine eigenständige Wildgeflügel-Variante aus der Provinz León in Castilla y León. Zerkleinertes Rebhuhnfleisch wird mit Brot und Ei gebunden, zu kleinen Bällchen geformt und in einer kräftigen Sauce aus Zwiebel, Paprika, Knoblauch und Weißwein geschmort.
Die Bällchen sind zart und herzhaft mit kräftigem Wildgeflügelaroma. Die Sauce schmeckt würzig, leicht weinbetont und paprikareich, mit einer glatten, sämigen Konsistenz.
Schritt für Schritt
Die RebhühnerKleiner Hühnervogel und klassisches Wildgeflügel, dessen Fleisch in der Küche als Wildzutat verwendet wird. in den großen Topf legen, mit 1,2 l Wasser bedecken und 6 g Salz zugeben. Aufkochen, die Hitze reduzieren und die Vögel zugedeckt 35–45 Minuten sanft garen, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst. Herausnehmen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. 400 ml der KochbrüheDie Kochbrühe stammt aus dem ersten Garvorgang der Rebhühner und sollte möglichst entfettet oder nach Bedarf abgeschmeckt werden. abmessen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen.
Wichtig: Geflügel vollständig durchgaren und beim Abkühlen nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen lassen.
Das Fleisch sorgfältig von den Knochen lösen und fein hacken. Die Brotkrume zerbröseln. Rebhuhnfleisch, Brot, Eier, 1 fein gehackte Knoblauchzehe, 15 g gehackte Petersilie, 60 ml Weißwein, 3 g Salz und den schwarzen Pfeffer gründlich vermengen. Die Masse 10 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und formbar.
Aus der Masse mit angefeuchteten Händen 12 gleich große Bällchen formen. Das Mehl zum Wenden auf einen Teller geben und die Albóndigas rundum dünn darin wenden.
Daran erkennst du es: Alle 12 Bällchen sind gleichmäßig geformt und dünn bemehlt.
70 ml Olivenöl in der großen Pfanne erhitzen. Die Albóndigas portionsweise bei mittlerer Hitze rundum 2–3 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und kurz beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum leicht gebräunt.
Wichtig: Beim Arbeiten mit heißem Öl vorsichtig vorgehen.
Die Zwiebel sowie die rote und grüne Paprikaschote klein würfeln. Die restlichen 30 ml Olivenöl im breiten Topf erhitzen und das Gemüse 8–10 Minuten sanft schmoren. Die zweite Knoblauchzehe fein hacken, zugeben und 1 Minute mitgaren. Pimentón und das Mehl für die Sauce einrühren und 30 Sekunden anrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber nicht dunkel gebräunt.
Die restlichen 120 ml Weißwein angießen und 2 Minuten einkochen lassen. Die zurückbehaltene Kochbrühe zugießen und die Sauce 10 Minuten leise köcheln lassen. Die Sauce mit dem Stabmixer fein pürieren. Falls sie zu dick ist, vorsichtig mit etwas Wasser verlängern.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist fein püriert und sämig.
Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit besonders vorsichtig arbeiten und den Stabmixer vollständig eintauchen.
Die angebratenen Albóndigas in die Sauce legen und zugedeckt bei niedriger Hitze 15 Minuten sanft schmoren. Den Topf zwischendurch vorsichtig rütteln, damit die Bällchen nicht ansetzen. Mit dem restlichen Salz abschmecken, die übrige Petersilie darüberstreuen und das Gericht vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Bällchen sind durchgegart und von heißer Sauce umgeben.
Wichtig: Geflügelbällchen vollständig durchgaren.
Gut zu wissen
Frische oder tiefgekühlte Rebhühner sind meist bei Wildhändlern, gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung erhältlich.
Süßes Pimentón ist spanisches Paprikapulver und gibt der Sauce Farbe sowie eine warme Paprikanote.
Die Kochbrühe stammt aus dem ersten Garvorgang der Rebhühner und sollte möglichst entfettet oder nach Bedarf abgeschmeckt werden.
Der Geschmack wird deutlich milder und weniger wildgeprägt; die Sauce bleibt gleich.
Küchenfertiges Hähnchen verwenden und vollständig garen. Die Garzeit an Größe und Fleischzustand anpassen.
Nur gründlich vermengen, 10 Minuten ruhen lassen und die Bällchen nicht zu kompakt formen.
Die Bällchen in der Sauce zugedeckt sanft weitergaren und nicht stark umrühren.
Pimentón und Mehl nur etwa 30 Sekunden anrösten und anschließend sofort mit Weißwein ablöschen.
Die Sauce mit zusätzlicher Kochbrühe oder Wasser verdünnen und vorsichtig abschmecken.
Die Masse vollständig vermengen, ruhen lassen, dünn bemehlen und die Sauce nur durch vorsichtiges Rütteln bewegen.
Die Sauce nicht mehr umrühren und die kleineren Stücke bis zum vollständigen Garen ruhig weiterziehen lassen.
Eine alltagstauglichere Variante mit Hähnchen statt Rebhuhn; die würzige Paprikasauce bleibt erhalten.
Die Rebhühner können vorgegart und abgekühlt werden. Die fertigen Albóndigas lassen sich ebenfalls einige Stunden im Voraus zubereiten und zum Servieren schonend erwärmen.
Das vollständig abgekühlte Gericht innerhalb von zwei Stunden in einen luftdichten Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.
Nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen; bei warmer Umgebung entsprechend kürzer.
Die Sauce kann durch das Einfrieren an Textur verlieren; eine geprüfte Gefrierempfehlung liegt für dieses Rezept nicht vor.
Häufig gefragt
Frische oder tiefgekühlte Rebhühner gibt es meist bei Wildhändlern, gut sortierten Metzgereien oder auf Vorbestellung.
Ja. Küchenfertiges Hähnchen ist eine klare Alternative. Die Sauce bleibt gleich, der Geschmack wird jedoch deutlich milder.
Die Kochbrühe wird als aromatische Flüssigkeit für die Paprikasauce verwendet und verbindet die Sauce mit dem Geschmack des Rebhuhns.
Die Masse gründlich vermengen, 10 Minuten ruhen lassen, die Bällchen dünn bemehlen und sie in der Sauce nicht kräftig umrühren.
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